Liebe Leser,
passend zum gestern (für heute) angekündigten Thema, erhielt ich diesen Morgen eine nette, vielleicht etwas verspätete Leser-E-Mail:
Hallo Herr Tom Firley!
Ich freue mich immer wieder über Ihre nüchterne Art die Dinge rund um den Dax, etc., zu betrachten. Das wollte ich Ihnen zum Neujahr einfach einmal mitteilen: weiter solche Klarheit bewahren!
Gruss
Klaus P.
Und dann kam alles anders…
Eigentlich wollte ich Ihnen heute ein paar Chartanalysen zu verschiedenen Blue Chips aus den großen deutschen Indizes präsentieren. Aber ein „kleiner” Einschub ist jetzt doch etwas länger geworden. Bitte sehen Sie es mir nach…, dafür werde ich mich in Zukunft auch nicht allzu oft über politische Themen auslassen. Hier also der kleine Einschub:
Konjunkturpaket Deutschland, Teil 1 bis X
Bitte wundern Sie sich nicht, dass ich mich momentan nicht an Grundsatz-Diskussionen zu Pro und Contra von Konjunkturpaket 1 und 2 beteilige. Dies wäre ein Thema, bei dem ich sicherlich nicht kühl und nüchtern berichten könnte und vermutlich würde ich mich hier um Kopf und Kragen schreiben. Nur kurz möchte ich anmerkeln:
Die klügsten Köpfe
Vor einigen Monaten behaupteten ja noch die klügsten Polit-Köpfe Deutschlands, die Finanzkrise würde Deutschland ja nicht soooo betreffen und die USA solle schön die eigene Suppe selbst auslöffeln… Wie Sie wissen, kam es dann ein bisschen anders. „Auf einmal” sind wir in der schlimmsten Krise, die Nachkriegsdeutschland erlebt hat.
Bleibt zu hoffen, dass beim Einsatz des deutschen 80 Milliarden-Gesamt-Konjunkturpakets noch klügere als die vormals klügsten Köpfe das Sagen haben werden - oder zumindest bei der Vergabe der Milliärdchen hinzugezogen werden.
Ansonsten könnte es ja zum Beispiel passieren, dass die Automobil-Branche in Kürze wieder auf solide Füße gestellt werden wird, allerdings kein ehemaliger Arbeitnehmer sich mehr ein neues Auto leisten kann (außer den Vorständen aus dem Mittelstand… vielleicht).
Von der Finanzbranche ganz zu schweigen; aber die werden ja wieder ganz anders gerettet, nämlich durch Bürgschaften oder Verstaatlichung, doch lassen wir das Thema an dieser Stelle…
Verwaltungsstaat Deutschland
Auf eine Zahl bin ich schon jetzt ganz besonders gespannt: Wieviel wird es im Formular- und Bürokratiestaat Deutschland wohl kosten, die oben genannten 80 Milliarden (wenn es dabei bleibt) sinnvoll zu verteilen? Es geht ja schließlich nicht nur darum, einfach so Geld auszugeben, zu investieren oder weniger Steuern zu verlangen oder ein paar Straßen zu renovieren.
Da muss oder sollte zumindest schon genau hingeguckt werden, über welche Unternehmen denn da nun der Rettungsschirm gespannt wird. Und Sie glauben doch wohl nicht, dass diese Rettungsmaßnahmen ganz ohne Verwaltungs- und Papierkram vonstatten gehen werden?
Ich kann mir gut vorstellen, dass alleine die Kosten zur Durchführung des Pakets so hoch sein werden, dass - ohne Verwaltungsaufwand - ganze Geschäftszweige, Branchen massiv und effektiv mit diesem Geld unterstützt werden könnten. Hm, vielleicht sollte ich mich bewerben als interim-Beamter…
Vorschlag zur Rettung der Retter
Ich hätte da mal einen Vorschlag, damit sich die Retter der Nation am Ende nicht selbst retten müssen. Also, folgende Überlegung:
80 Milliarden Euro wird das Rettungspaket also „kosten” (wobei Kosten auch nicht vereinnahmte Steuern und Vergünstigungen darstellen).
In Deutschland gibt es etwa 40 Millionen Erwerbstätige.
Das bedeutet, dass auf jeden Erwerbstätigen eine Portion von 2000 Euro Rettungspaket anfällt. Nochmal nachrechnen, bei so vielen Nullen kommt man leicht durcheinander:
2.000 Euro mal 40.000.000 = 80.000.000.000
Stimmt also.
Mein Vorschlag: Ich würde mich bereit erklären im Laufe der nächsten zwei Jahre 2.000 Euro nicht zu sparen. Das bedeutet: Geld, dass ich normalerweise auf die hohe Kante gelegt hätte, gebe ich für etwas im Binnenmarkt (da haben wir es, das Zauberwort) aus, dass ich sonst nicht konsumiert hätte.
Faire Sache, oder?
Wenn das jeder machen würde, dann würde es doch auch allen bald viel besser gehen; oder zumindest weniger schlecht, oder nicht? (Das ist jetzt noch nicht einmal ironisch gemeint, falls ich den Eindruck erwecken sollte). Allerdings, jetzt kommt der Haken:
Meine Forderung: Wenn ich schon 2.000 Euro für etwas ausgebe, was ich mir sonst nicht geleistet hätte, dann möchte ich auch bestimmen, wohin im Gegenzug meine 2.000 Euro aus dem Rettungspaket fließen. Gerne auch per Post…
Und auf diese Weise würde ich der Deutschen Post so nebenbei auch noch über 20.000.000 Euro zusätzlichen Umsatz bescheren (40 Millionen Briefmarken je 0,55 Euro).
Aus Erfahrung weise ich darauf hin: Senden Sie mir als Reaktion auf meinen Text bitte keine beleidigenden E-Mails oder platzieren Sie unter diesem Text keine unsachlichen Kommentare. Senden Sie mir nach Möglichkeit konstruktive Kritik, die wir hier besprechen können.
Ihre Meinung interessiert mich sehr, bitte nutzen Sie die Kommentar-Funktion unter diesem Text.
Herzlichen Dank im Voraus und weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr Tom Firley

Im allgemeinen eine gute Idee,aber nicht jeder hat 2000 Euro nur mal so zur Verfügung.Auch würden sich die Kaufwünsche durchaus ähneln,sodass nicht jeder Wirtschaftszweig davon profitieren würde.
Toller Beitrag und mal eine wirklich gute Idee die Wirtschaft zu belegen. Im Gegenzug zu den KP 1 und 2.
Daher sollten alle ein Voting abgeben und alle müssen sich verpflichten die 2000 Euro auch wirklich für Waren und Dienstleistungen auszugeben.
Also ich trage mich gerne in diese Liste ein.
Das Geld bitte an folgenden Kontonr ……. überweisen.
So jetzt mal spaß bei Seite, was bringt das Paket den mittleren Einkommen oder den Rentner ?? naja nix…
Sie fahren ein Auto das keine 9 Jahre alt ist (oder haben nicht soviel Geld um sich direkt ein neues zu kaufen)
haben keine Kinder (oder die sind schon aus dem Haus) und liegen über den Eingangssteuersatz etc etc.
Das Paket ist mal nur wieder was für Leute die schon genug haben, oder die dem Staat eh schon auf der Tasche liegen…!!!!!
Also Leute auf geht´s tragt euch in die Empfängerliste ein. Vielleicht geschieht ja ein Wunder und die “kleinen Gelben” kippen das Paket nach der Wahl in Hessen.
Bisvor einigen Monaten hatten wir in D “Marktwirtschaft pur”, jedenfalls offiziell. Da hätte man eigentlich die entsprechenden Banken untergehen lassen müssen. Vermutlich hätte das kaum andere Folgen gehabt, als das was jetzt ansteht. Da haben offensichtlich die Lobbyisten/Einflüsterer ganze Arbeit geleistet!!
Hallo Herr Firley,
2000 Euro für jeden? Interessanter Gedanke, doch zu kurz. Vermutlich haben wir alle das Geld innerhalb eines Monats unter das Volk gebracht und dann? Das Ursprungsproblem ist damit nicht gelöst. Wer das Ursprungsproblem verstehen will kann sich den kleinen Film “Gib mir die Welt plus 5″ ansehen (www.Youtube.de, http://www.neueimpulse.org, video.google.de etc.) und er wird wissen, dass die Wurzel allen Übels “Zins” heißt. Konjunkturpakete 1 bis x haben nur aufschiebende Wirkung. Der Crash kommt jetzt einfach nur später und heftiger.
Sehr geehrter Herr Firley,
wie wäre es denn mit 2 sehr einfach-umsetzbaren und längst überfälligen Maßnahmen unserer doch so cleveren Regierung:
1. Autobahnmaut für alle ausländischen PKW/LKW-Fahrer (10,- bis 20,- würden schon genügen)
2. Einführung von Regreßmaßnahmen für Verschwendung von Steuermitteln im öffentlichen Dienst.
Normalerweise schreibe ich keine Leserbriefe/Kommentare, in diesem Fal ist es mir eine ausgesprochene Herzensangelegenheit und ich bin gespannt auf die Reaktionen.
Mit den besten Grüßen aus Pirmasens
Michael Burianski
Hallo Tim,
gratuliere Ihnen für Ihr offenes Engagement denn das einzige was zählt ist:
Jede Wahrheit braucht einen mutigen, der sie ausspricht.
Jede Lüge aber, braucht nur genug schäbige Lumpen, die sie verteidigen.
Jeder sollte sich diesen Blog immer wieder mal anschauen um unseren Gehirnwäschem-Medien zu entgehen!:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/
Der Versicherungsvertreter verkauft Versicherungen. Der Staubssaugervertreter verkauft Staubsauger.
Der Volksvertreter verkauft …?]
Urteile “im Namen des Volkes” sollten korrekt auf Urteile “im Namen der Firma” umbenannt werden!
machen Sie weiter so!
Freiheitlicher Gruß
Joachim K.
Ja, die 2000 Euro kann man schnell ausgeben. Ob die Produkte dann wirklich Binnenmarkt sind, ist eher fraglich. Der “Pillow-Talk” (diesen Film noch zu kennen, mit der so fröhlich sindenden Doris Day und dem a bisserl linkischen Rock Hudson..) unserer Oberen hat einen guten Kern, den sie aber selbst kaum verstehen, weil keiner wirklich Keynes gelesen hat. Man kann ruhig auch 200 Mrd. als “Kissen” für die deutsche Konjunktur einsetzen (bis die Weltnachfrage wieder steigt, vergehen noch 10 Monate und mehr, je nachdem, wieviel nicht von Realwerten gedecktes Geld noch gefunden wird), aber man MUSS eine Exit-Strategie haben, um NACH der Krise wieder den Staat dahin zu bringen, wo er Sinn macht: als Hüter der Ordnung. Als Wirtschafts-Akteure auf Dauer sind Staatsbeamte oder Beamtenaufseher wie Kassenwart Steinbrück nicht sehr profihaft und daher ungeeignet, allerdings derzeit unverzichtbar, weil nicht so hemmungslos und ohne Maßstäbe wie viele unserer so genannten Investment-Banqiers. Also, eine Exit-Strategie, wie der Staat sich wieder Stück für Stück zurückzieht, die müsste jetzt schon einmal skizziert werden. Sonst landen wir in einem schlimmen, ineffizienten Kapital-Sozialismus, den dann auch “Pate” Oskar regieren könnte. Wenn nicht Mutter Angela die Firma selbst übernimmt…Aber so weit reichen meine Alpträume noch nicht.
Lieber Herr Firley,
viele sagen, so eine Situation hätte es noch nie gegeben. Manche vergleichen die Situation mit 1929 - das Ergebnis des Vergleichs sollte aber wohl sein, dass die beiden Situationen eben nicht vergleichbar sind. Ganz grob sehe ich das so, dass wir eine Kumulation von zwei Dingen haben: 1. die Finanzkrise mit ihren immer noch nicht absehbaren Folgen und 2. einen Abschwung, der eh gekommen wäre, aber jetzt durch 1. noch verstärkt wird. Leider sind sich die klügsten Köpfe aus der Wirtschaft bzw. den Wirtschaftswissenschaften nicht einig, was am besten getan werden sollte - weder in Deutschland, in der EU noch auf der ganzen Welt.
Ja, wat nu?
Ich weiß es nicht, wissen Sie es?
Woher sollen es denn die Politiker wissen, wenn sich die Berater (Wi-Wis) nicht einig sind?
In meiner ganzen Ratlosigkeit sehe ich nur 3 Dinge klar:
1. die Stimmung darf nicht komplett abkippen und
2. die Ursachen für die Finanzkrise müssen beseitigt werden! Leider höre ich davon fast nichts mehr (in hart-aber-fair wurde das gestern auch angemahnt)
3. Die Maßnahmen der verschiedenen Länder müssen abgestimmt werden
P.s. ich bin ganz gewiss kein Sozialist, sondern sehe mich eher etwas rechts von der Mitte.
Mit optimistischen Grüßen
R. Stahl
Guten Tag Hr. Firley,
ja Ihr Vorschlag liest sich erstmal ganz „bewegend“,
aber ich denke da so an etliche meiner Mitbürger, die sich ihre Existenz auf schnorren, Sozialunterstützungen, Kindergeld und mehr aufbauen, nebenbei wird Schwarz-Ware verschoben, oder/und sowieso schwarzgearbeitet.
Es wird nicht wenig geben, also müsste ich schon mehr als 2000,- im Binnenmarkt investieren.
Auch erinnert mich dass irgendwie an die Wirtschaftswunderzeit, wo es in etwa hieß; mache Urlaub im eigenen Land und unterstütze die Landeseigene Wirtschaft…
Ich hatte mich schon Ende 2008 für Fonds entschieden, die ausschließlich in Deutscher Forschung und Technik als VC investieren. 7Jahre später bin ich schlauer.
Hallo Herr Firley,
Ihr Vorschlag mit den 2.000,– Euro pro deutschem Erwerbstätigen wäre z.B. überlegenswert. Ein ähnlicher
Vorschlag, den ich letztens im Buch “Bankraub globalisiert” von Peter Heisenko gelesen habe:
Er schreibt sinngemäß: Unsere Staatsschulden belaufen sich auf ungefähr 1,5 Billionen Euro; das angesparte Kapitalvermögen aller Deutschen beliefe sich auf rd. 15 Billionen Euro. Sein Vorschlag: Alle Deutschen geben, mehr oder minder freiwillig, per Zwangsabgabe oder per Sondersteuer, 10 % ihrer Spargroschen an “Vater Staat”. Schlagartig wäre die BRD schuldenfrei, der jährliche Haushalt würde um 60 Milliarden Zinsen entlastet und unser Finanzminister hätte, natürlich “normale” Zeiten vorausgesetzt, einen mindestens ausgeglichenen Haushalt und könnte zusätzlich noch diverse Sondermaßnahmen (Ausgleich Gesundheitsfonds, Steuererleichterungen, Infrastrukturmaß-nahmen etc.) durchführen.
Frdl. Grüsse
M. Klute
Die Banken haben nun hohe Betraege als Rettung eingesteckt, Kredite zur ankurbelung der Wirtschaft geben sie alle nicht. Ich habe den Eindruck, die warten bis alle Anleger ausgestiegen sind, um dann zu Schleuderpreisen Firmen aufzukaufen.
sehr geehrter herr firley,
leider hat sich unsere inkompetente regierung die schlechteste alternative ausgesucht. idealerweise wären stattdessen jetzt die steuern auf ein international wettbewerbsfähiges niveau von 12-30 % gesenkt sowie das steuersystem vereinfacht und dafür alle sonderregelungen abgeschafft worden. arbeit und sparen sollte belohnt und nicht bestraft werden. der konjunkturelle effekt von spürbaren steuererleichterungen [€ 2000-3000 pro durchschnittsfamilie jährlich) wäre erheblich grösser als die € 80 mrd konjunkturprogramm bringen werden.vor allem käme das geld denjenigen zugute die es auch erwirtschaftet haben.
die vergangenheit hat bewiesen das der privatmann besser mit den finanzen umgeht (da er es auch hart verdient) als der staat. die lächerlichen € 430 steuerersparnis pro familie die jetzt jährlich fliessen sollen, werden gar nichts bringen. die verschrottungsprämie wird ebenfalls nichts bringen, wenn überhaupt dann wird es die ausländischen hersteller von billigfahrzeugen beguenstigen. spätestens übernächstes jahr wird das geld vom staat über steuererhöhungen mehrfach zurückgefordert werden. leider wird am ende der unkoordinierten konjunkturprogramme nichts ausser hohen schulden für den steuerzahler zurückbleiben. die ausgaben zur stützung des bankensektors sind bereits jetzt erheblich höher als erwartet.
Ihr Vorschlag in allen Ehren, dann bekommt endlich jeder etwas. Aber warum wird erst über die Abgeltungssteuer die größte Steuererhöhung angezettelt mit einem noch größeren Bürokratismus und danach soll alles wieder verteilt werden. Da möchte ich auch Staatsangestellter sein und das Geld verteilen, dann habe ich immer etwas zu tun. Eins aber haben Sie vergessen. Man sollte eigentlich berücksichtigen, dass bei meinen Wuschausgaben auch Steuern gezahlt werden. Der Staat bekommt die Mehrwertsteuer ja wieder zurück. Er macht als wieder ein gutes Geschäft.
Also Sie haben schon recht. Es ist besser, wir das Volk sollten das Geld ausgeben, denn: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Viele Grüße
Sie bringen Ihre Kommentare immer auf den Punkt. Leider lesen das nicht nicht immer unsere “Rechtsverdreher”.
Hallo Herr Firley, Ihr Beitrag ‘Konjunkturpaket Deutschland’ greift ein brennendes Thema auf - dafür erst einmal vielen Dank.
Sie wissen natürlich, dass Ihre individuelle Sichtweise der Problematik der Konjunkturpakete in keiner Weise gerecht wird. Ihre kritische Einstellung ist zweifellos notwendig, aber leider völlig unzureichend.
Ich empfehle Ihnen:
Lesen Sie doch dazu den Artikel “Wie entkommen wir der Depressionsfalle?” von Helmut Schmidt in der neuen Ausgabe von DIE ZEIT sowie einige andere Artikel im Wirtschaftsteil der ZEIT.
Ohne Berücksichtigung der globalen Krise läasst sich schlecht über deutsche Konjunkturpakete nachdenken, egal ob mit oder ohne Polemik.
Übrigens habe ich schon eine Menge von Ihren Beiträgen in Bezug auf Ihr Fachgebiet lernen können.
Mit sehr freundlichen Grüßen HJB
Sehr geehrter Herr Firley,
da gibt es nichts zu meckern oder mosern, Sie haben wahrscheinlich den nagel auf den Kopf getroffen.
Ich hätte noch einen viel weitreichenderen Vorschlag. Bei ca. 4,4 Billionen Euro Geldvermögen konfisziert der Staat einfach mal 10 Prozent. Dabei sollten kleinere Geldvermögen von vielleicht unter 20 T Euro nicht angefasst werden. Ich schätze mal, da würden mindestens 3,5 Mrd Euro sofort zur Verfügung stehen ohne dass die Druckpressen unnötige Wälder verschlingen würden. Damit werden dann Liquiditätsengpässe bei Unternehmen direkt beseitigt, finanzschwache Kommunen unterstützt und eine spürbare Steuererentlastung der Bürger durchgesetzt. Im Gegenzug erhalten die “Geber” eine Verbriefung, die sie bei sprudelnden Staatseinnahmen wieder Schritt für Schrit in Bares zurück tauschen können. Außerdem werden den Gebern auch Kreditbeträge in Höhe von 10 Prozent erlassen. Das träfe wahrscheinlich wieder die Banken, allerdings nur in Höhe der nicht mehr einzunehmenden Zinsen darauf, vielleicht ca. 0,8 Prozent. Allerdings bräuchten die Banken ja auch keine Guthabenszinsen für das eingezogene Geld mehr zahlen. Da hielte sich mein Mitleid sehr in Grenzen. Im Schlimmsten falle könnte man den Banken aus dem konfiszierten Geld eine kleine Unterstützung zukommen lassen.
Da würde sich der Solidargedanke aber mal deutlich zeigen.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Bernas
Hallo Herr Firley,
Ihren Beitrag über den zweckbestimmten Konsum kann ich nur voll unterstützen! Das Gleiche habe ich Anfang dieser Woche schon einem Freund vorgeschlagen. Und das Tollste: Es kostet nicht einmal Zinsen! Die nachfolgenden Generationen wären nicht mal zusätzlich belastet. Barzahlen ist eben manchmal besser als Kredit aufnehmen. Und noch etwas: Den Kredit, den der Staat über Anleihen aufnimmt, gewähren ihm unter anderem auch die vermögenden Staatsbürger. Dafür , dass sie schon viel besitzen (und sich daher die Kreditvergabe leisten können), werden sie dann auch noch mit Zinsen belohnt. Super Umverteilung! Der Teufel ….. halt immer auf den größten Haufen!
Herzliche Grüße
Frank N.
hätt´s selbst nicht besser formulieren können,
Sie sprechen mir aus der Seele!!!
das Dumme daran ist halt und daran sieht man mal wieder, daß der Bürger (= Steuerzahler) nicht gefragt wird wie die Milliarden verplempert werden
Das nennt sich dann Demokratie-(((
Ja, sehr geehrter Herr Firley,
Sie haben völlig Recht, dass hier eine breite Diskussion fällig wäre! Aber: Da in D bekanntlich der (Rasen nicht betreten” werden darf wird es auch keine Revolution )natürlich nur eine geistige/wirtschaftliche) geben. Denn diese wäre nötig, um nicht nur an den Symptomen zu basteln (nicht ” kurieren” bitte, das klappt so nicht. Und diese Revolution ist gedanklich nicht nur durch “Die Kernpunkte der Sozialen Frage” von R. Steiner (dies können Sie bei einer Veröffentlichung auch weglassen, wenn Sie wollen), sondern in neuester Zeit auch durch eine z.T. sehr erregte Diskussion (die in der Presse allerdings “merkwürdiger Weise” nach kurzer Zeit verebbt ist - oder totgeschwiegen wird?) über den Vorschlag “Bedingungsloses Grundeinkommen” von Prof. Götz Werner. Mir ist auch jemand bekannt, der in aufwendiger Recherche mit hochoffiziellen Zahlen eine Beispielrechnung aufgemacht hat, die schlussendlich zum Ergebnis kommt, dass wir tatsächlich eine enorme Konjunkturbelebung und Rückführung der Staatsschulden!!!zu erwarten hätten. Aber vermutlich gibtgenügend Gegenkräfte, die daran - moderat formuliert - nicht das geringste Interesse haben. Ich bin gespannt, ob Sie diesen Hinweis weiterverfolgen.
Herliche Grüße und Wünsche: Viel Gesundheit, wenig Stress und keinen Ärger sendet Ihnen
Udo Moeschner
Hallo Herr Firley,
wie immer sehr passende Bemerkungen zu den aktuellen Entwicklungen. Danke dafür.
Ich habe mal überlegt, ob an Stelle von Verschrottungsprämien und Erlassung von KFZ Steuern nicht die Förderung von alternativen Energien erhöht werden soll?
Das halte ich für nachhaltiger als weiter CO2 in die Atmosphäre zu pusten.
Gruss aus Hamburg,
Florian Neumann
Hallo Herr Finley,
ich bin der Meinung, dass es noch zu früh für jede Art von Steuersenkungen oder Konjunkturprogrammen ist - ich denke, bisher ist ja noch gar nichts passiert, ausser der Kurzarbeit. Darum würde ich jetzt auch noch keine 2000Euro ausgeben, für etwas was ich mir auch sonst nicht kaufen würde.
Zum Schluss: ich lese Ihre Kommentare jeden Tag, meine Meinung: weiter so, sehr gut!
Sehr freundliche Grüße,
MiMa
Hallo Herr Firley,
Ihren Text zu den tollen Paketen würde ich glatt unterschreiben, könnte von mir sein. Da soll es für jedes Kind einmalig 100€ geben aber für ein altes Auto 2500€. Besser kann doch die soziale Schieflage gar nicht präsentiert werden. Bis zu Ende denken darf man wohl bei diesen “Rettungsschirmen” besser nicht. Das ist und bleibt Flickschusterei (in dieser Form dem Wahlkampf geschuldet?.
MfG
Ingeborg Adameck
Hallo Herr Tom Firley!
Wie recht Sie haben. Einfach, sauber, vom Schulanfänger nachzurechnen! Aber leider:
Wir deklassierten Bürger wissen aus bitterer Erfahrung, dass “unsere” hochbezahlten Regierungs-”Spezialisten” das 1 x 1 nicht beherrschen. Diese können zwar grandios schönreden, viel versprechen (bewußt “ver”-sprechen also Lügen, vor allem vor Wahlen), faktisch fürs gemeine Volk jedoch ALLES immer nur noch komplizierter, teurer, mühsamer machen. Nur leider keine einfache Lösung finden oder gar bieten.
Diese sog. “Volksvertreter” tragen de facto ja auch keinerlei persönliche Verantwortung für ihr Unwesen. Rücktritte sind selten, ggf. keine Bestrafung sondern werden zusätzlich finanziell vergoldet, dazu ein Job bei der EU etc. Meines Erachtens weiss JEDER dieser “Brüder in politischer Verantwortung”, dass schlußendlich nur ein globaler Crash mit totaler Geldentwertung eine (End-) Lösung darstellen wird. Wie gehabt.
Wenn ich (nur z.) an den WM Glos denke, seine hochbezahlten Ämter als “Nebenjob” bei den kollabierten L.-Banken usw., sein heutiges, unschuldiges Gesülze, könnte ich k…. Entschuldigung. Unsereins wäre zeitlebens erledigt, dieser Vogel kassiert trotzdem enorme Bezüge, Gehälter, “Aufwandsentschädigungen u.v.m. munter weiter. Und KEINER unternimmt etwas. Was Wunder, dass die “Braunen” steten Zulauf haben.
Dieses Land ist seit den positiven (…) Globalisierungsbemühungen zug um zug zur Bananenrepublik verkommen, wobei keiner dieser Initiatoren einen Asylanten im Vorgarten haben möchte. Wer spricht hier noch vom reichen Land? Mit Moral, Anstand, Gerechtigkeit und Zukunft. Nur noch diese vordem zitierten Kriminellen im Anzug und Diestwagen mit Chauffeur, denn daraus schlagen sie Kapital, während das Land und das Volk verkommt! Fragen Sie heute mal das Volk, z.B. die Rentner mit Grundsicherung! (…)
Aber ich muß aufhören, sonst schreibe ich noch ein Buch des Horrors über die Gegenwart und Zukunft dieses unseren schönen Landes. Ja, wir leben wie im Märchen, stimmt: “Es war einmal” und der böse Wolf ist bereits da ……..
Hallo Herr Firley,
Ihr Vorschlag liest sich eigentlich ganz gut. Dabei haben Sie aber leider unsere Rentner vergessen, denen es nämlich irgendwie noch schlechter geht. Aber mal im Ernst..: Es sollten wirklich in erster Linie Diejenigen unterstützt werden, die auch wirklich dann auch mehr konsumieren. Die schon genug haben, würden deshalb ja nicht mehr ausgeben, sondern höchstens einen zusätzlichen geschenkten Urlaub machen, natürlich NICHT in Deutschland, wo das Geld ja aber letztlich bleiben sollte.
Aber vielleicht denken in der Welt einmal ein paar ganz Schlaue darüber nach, dass es in der Vergangenheit etliche Beispiele gab die belegen, daß zu viel und zu großes Zusammengeschustertes nie von Bestand gewesen ist.(Persisches Reich, Griechisches Reich, Römisches Reich, Mongolen, Hunnen, UdSSR) Vielleicht begreift in der EU irgendwann ja mal jemand, dass es sich im kleineren Rahmen wesentlich effektiver wirtschaften läßt, denn da geht die Übersicht nicht so schnell verloren, und die Millionen die ich an Kosten auf der einen Seite einspare, auf der anderen Seite durch Miswirtschaft doppelt und dreifach verloren gehen. Auch scheint das Thema “Globalisierung” nicht unbedingt das Ei des Kolumbus zu sein, wie wir alle sehen können.
In einem solchen Umfeld ist doch jedwedes nationale Konjunkturpaket schon von vornherein zum Scheitern verurteilt. Oder hat schon mal jemand mit einem Eimer Wasser eine brennende Scheune gelöscht??
Aber irgendwas müssen die Leute in Berlin ja schließlich produzieren, wenn sie nicht noch überflüssiger erscheinen wollen, als sie ohnehin zum größten Teil sind.
Vielleicht denkt ja auch noch mal jemand über den co2-Sch…. nach!! Ich bin mit Sicherheit nicht der einzigste, der sich KEIN neues Auto kaufen wird, da ich Heute nicht weiß, ob ich Übermorgen dafür überhaupt noch einen Cent zurückbekomme, da ja gerade von den Politikern und deren Zubehör jeden Tag ne andere S… durch’s Dorf getrieben wird. Die (hausgemachte) Autokrise läßt grüßen……!!
Herzlichst
Peter Simons
hallo herr firley,
sie sprechen mir aus der seele. auch ich kann kaum soviel essen, wie ich kot… möchte, bei dem schwachsinn unserer politiker.
schicken sie doch diesen aufsatz auch unserem schlauesten politiker weltweit. und vielleicht dem wirtschaftspolitischen berater unserer kanzlerin (falls sie denn wissen, ob sie einen hat und wer das ist :-)) )
mit freundlichen grüssen.
ein geschundener und ausgeplünderter deutscher bürger
Hallo Herr Firley,
Ihre Idee ist genial, da gibt´s nichts dran zu merkeln. Wollte schon immer mal endlich was für mich selbst tun, was Geld kostet. Einfach mal prassen nach Lust und Laune. Ich habe kürzlich erst 275 Euro bei der IHK verprasst. Die haben mir meinen Beruf nach 31 Berufsjahren freundlicherweise genehmigt und für den Zettel diese Summe verlangt. Alles gemäß EU-Richtlinie. Ein Schelm wer da jetzt Böses denkt.
Bin selbständiger Versicherungskaufmann, da braucht man so was. Verstehe gar nicht, wie sich alle die Köpfe zerbrechen, wo das Konjunkturprogramm doch förmlich auf der Strasse liegt. Fahren Sie doch mal durch das Ruhrgebiet, aber besorgen Sie sich vorher einen Geländewagen. Bei derart dürftigen Mineralöl- und KFZ-Steuern werden Löcher nicht geflickt, sondern mit einem Tempolimit aus Blech geschmückt.
Dazu ein Radargerät in einer Mülltonne, und fertig ist die Einnahmequelle. Post mit qualitativ grauenhaften Fotos- für viel Geld- kommt prompt. Also ich mach mir da keine Sorgen, die 80 Mrd. bringen wir locker auf. Und die verbeamteten Fachleute werden sicher eine sinnvolle Verbrennungs…ähh Verteilungsstrategie finden. Haben die bei der Wiedervereinigung doch auch super hinbekommen. Ich denke, alles wird gut.(Zitat Nina Ruge)
Herzliche Grüße
aus dem Kohlenpott
Bernd Meyering
hallo Tom,
über die Wirkung von Konjunkturprogrammen - aus der Vergangenheit - gibt es wohl genügend Erkenntnisse. Ihren Vorschlag finde ich diskutabel,denn dann bekommen endlich mal die Unschuldigen was und nicht die Schuldigen.
Ich glaube, dass wir es heute vor allem mit einem Vertrauensproblem zu tun haben - in D bereits schon länger - aus anderen Anlässen - Verlässlichkeit der Politik und handwerkliche Qualität der Gesetze. Vertrauensverlust kann man nicht wirklich mit Geld bekämpfen, sondern nur mit Aussagen und Maßnahmen, die nicht morgen wieder kassiert werden.
mfg
Hallo Herr Firley,
für den ersten Moment keine schlechte Idee, aber ob das ausgegebene Geld dann auch den wirklich (unschuldig) gebeutelten Unternehmen in angemessener Weise zu Gute kommt, stelle ich in Frage.
Guten Tag, Herr Firley!
Die Idee hat etwas für sich:
Meine zusätzlich ausgegebenen 2000 Euro kämen beim Konsum den betreffenden Unternehmen, also den Eigentümern und Geschäftsführern etc. zugute, weiters auch allen anderen Mitarbeitern bis hin zur Raumpflegerin. Die Lieferanten der Waren hätten etwas davon, und von allen Lieferfirmen würden wieder alle Angestellten profitieren.
Die Idee hat aber auch etwas gegen sich:
Wir könnten sie vereinfachen und jeder Erwerbstätige gibt die 2000 Euro seinem Nachbarn. Dieser gibt 2000 Euro an einen Freund weiter. Der wiederum hat auch einen Freund und über viele Bekannte landen so auch in meiner Tasche irgendwann einmal 2000 Euro.
Wunderbar! Jeder hat profitiert!
Oder haben Pro und Kontra doch einen Haken?
Sehr gut Herr Firley,
jeder weiß, Ziel war leider nicht mit 80 Milliarden Steuergelder der Konjunktur auf die Beine zu helfen, sondern: wie gehen die Politiker am günstigstens ins Wahljahr 2009.
Ein besserer Vorschlag bzw. Plan wäre gewesen, nicht den Leuten direkt das Geld zu geben, sondern in Bildung, Forschung und z.B. Wärmedämmung und CO2 Ausstoß indirekt zu stecken. Denn Die Verwaltungs- und KOntrollkosten würden dann nicht mehr sein, als die Verwaltungskosten, welche jetzt anfallen.
Die Finanzkrise ist entstanden, dass wir zwar Kontrollorgane hatten, die aber nicht den Weitblick und die Voraussetzungen der zu kontrollierenden Bilanzfälschungen (AFA) hatten und deshalb das Verbrennen des Geldes gar nicht mit bekommen haben. Also an kontrollierte Firmen in den einzelnen Branchen das Geld geben. Dort wird es eingesetzt in Investitionen und Arbeit und Fortschritt. Dann könnten auch besser die hohen Schulden gegenüber unserer Enkel und Urenkel begründet und vor allem abgebaut werden!
Letztendlich fehlt immer noch die schon mehrmals erwähnte Schuldensperre als Gesetz. So wie das “Konjunkturprogramm” ist, ist es eine Katastrophe! Wie wollen Sie die Kommentare verwenden? Journalistisch müssten diese den Poltitikern (Demokraten??) nahe gebracht werden, damit sie wissen, wie das Volk denkt und nicht die regierungsfreundlichen Wirtschaftweisen. Walter-Theodor Lax
Hallo Herr Tom Firley!
Ich arbeite bei einem Zulieferer
(für die Automobilindustrie)
und würde es gerne sehen, wenn jeder
der eine Fahrerlaubnis besitzt, sich einen
BMW, Daimler, Porsche oder Audi für den berühmten
Symbolischen 1 Euro abholen könnte.
Fazit = null Aufwand und alle Glücklich ….
Vielleicht sollten wir als Investor Dailys Leser lieber als Nukleos für den Zusammenschluß der Vernünftigen und vielleicht doch eher Wissenden organisieren und “Bürger auf die Barrikaden” spielen. Wieviele Leser gibt es, und wir alle sind sicherlich unzufrieden. Gehört zwar Mut dazu, aber den müssen wir eh haben, wenn wir immer weiter gemolken werden und tagtäglich versuchen Risiken einzugehen, um diese “Verluste” wieder zu erarbeiten.
Vielleicht erwacht der Mittelstand endlich aus seiner Lethargie.
Hallo,
ich kann ja verstehen das all diese Maßnahmen zum größten Teil notwendig sind um schlimmeres zu verhindern. Aber hat sich schon irgend jemand Gedanken über all die Unternehmen und Privatpersonen gemacht, die durch Arroganz, Überheblichkeit und Manipulation (sei es geänderte Geschäftspolitik wie unliebsame Branchen etc.) von Seiten der Banken in den Konkurs getrieben worden sind. Wo waren da Hilfsprogramme? Meist hörte man nur, “wenn Sie so unvorsichtig oder nicht genug umsichtig waren, haben Sie die Folgen selbst zu tragen - oder so ähnlich”. Ich denke das wäre einer Überlegung wert.
Mit freundlichen Grüßen
Charly
Hallo Herr Firley,
Ihr Vorschlag ist im Prinzip(der Betrag sollte vom Einkommen abhängen) sehr gut, da dann auch die Steuern stärker gesengt werden könnten, da z.B. die vielen zu zahlenden Zinsen entfallen würden und die Verwaltungsmenschen produktiver eingesetzt werden könnten.Das wär eine Motivation zu bezahlen und die gelbe Partei könnte sich besonders freuen.
Viele Grüße
Detlef Dirksen
Guten Tag Herr Firley. Meine frage ist sehr einfach. Wohin verschwunden die gelder, die noch vor ein jahr um die Welt zirkulierten? Wo sin sie jetzt? Warum braucht Welt noch doppelte menge von geld? M.f.Grüßen Viktor Rjabow.
Boomphasen enden nun mal nach der Theorie über die Entstehung von Konjunkturzyklen in einer Übersättigungsphase. Wer sagt den Geldverteilern denn, dass das Mehr an Haushaltseinkommen nicht wieder im Nichtkonsum endet und in der Kasse der Angstsparer weiter Geld gehortet wird, weil zukünftige Steuerbelastungen im Alter Armut prophezeihen? John M. Keynes hatte ja mal diese Theorie! mit dem Primärimpuls über Konjunkturprogramme in´s Leben gerufen, der dann wieder zu mehr Steuereinnahmen, mehr Haushaltseinkommen und mehr Konsum durch Mehrausgaben führen könnte, sollte,…tat er´s denn in der Geschichte wirklich?
Erfahrungen mit Konjunkturprogrammen sind zweischneidig und diese Weltwirtschaftskrisen könnte möglicherweise nicht in gleicher Weise durch mangelnde Investitionsbereitschaft hervorgerufen worden sein, sondern durch ein historisch gravierendes Ungleichgewicht zwischen sehr Vermögenden und weniger Vermögenden und durch die Sprengkraft von Finanzderivaten, die selbst Notenbankern zu ratlosen Knöpfedrückern im Bild von Vergnügungsparkschaubuden erscheinen lässt.
Es ist leider so, dass Menschen nicht nach in Diagramm erzeugten Prognosen handeln. Satt ist satt solange… langlebige investitionsintensive Wirtschaftsgüter solche bleiben, dann müssten schon einige PC´s, Waschmaschinen, TVs u.ä. mehr verschrottet werden, sehr viele Menschen aus Angst vor der inflationären und geldentwertenden Zukunft auf den PKW verzichten und Fahrrad und Bahn/Bus fahren.
Wie ist es mit sozialverträglichen Anreizen für (ausländische)Investoren freiwillig mehr in deutsche Stiftungen für Schulen/Infrastrukturprojekte zu investieren und weniger deutschen Investitionen im Ausland? Verantwortung für uns, Entwicklungshilfe vor Ort einfordern und fördern.
Mit freundlichem Gruß
Anonym
Hallo Herr Firley,
die bisherigen Beiträge sollten dochmal im TV gesendet und allen Abgeordneten als “Pflichtsendung” verordnet werden,
denn 95% der Bundesbürger würden die Meinungen teilen!!!
Zum Thema :
Wann gebe ich denn Geld aus, für Börse,Freizeit, Urlaub,Auto,Restaurant,Handwerker etc.?
Doch nur dann,wenn ich einen Job habe und ich weiß,das dies über einen längeren Zeitraum auch noch bleiben wird!
Aber nicht,wenn ich einmalig 2500,-erhalte oder 100,-für jedes Kind und arbeitslos bin!!
Die kinderlosen und/oder privatversicherten Arbeitnehmer,
die sowieso durch die höhere Lohnsteuer geschröpft werden,fragen sich irgendwann auch, wofürß!Es geht doch auch so,einer bezahlt`s schon!!
Es gibt tatsächlich eine Menge unbesetzte Jobs in Deutschland,warum nicht auch mal 2 annehmen,siehe USA !
Das Grundproblem ist,daß wir in den “fetten” Jahren die
soziale Absicherung übertrieben haben und die Politiker
aus wahlkampftaktischen Gründen nicht mehr zurück können.
Also :
-Maut erheben wie Österr. Italien Frankreich etc.
-Einkommenssteuer runter !
-Sozialleistungenn bei Mißbrauch riguroser kürzen
-Politiker bei nachgewiesener Unfähigkeit
persönlich haftbar machen (wohl der größte Posten)
-Verwaltung verschlanken (warum braucht jedes Bundesland eine eigene Landesbauordnung etc.)
Mir fällt garantiert noch mehr ein,macht aber depressiv.
Selbst von Ihnen, Herr Firley,kann ich keine genaue Prognose über den DAX-Stand im Juli 2009 erhalten,obwohl ich Ihre Beiträge enorm schätze.
Ansonsten wären wir ja fein raus, ich finde das ein
bißchen gemein…
…es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als weiter zur Arbeit zu gehen mit einem Beißholz zwischen den Zähnen !!
Viele Grüße aus Pinneberg/ bei HH
Hallo Herr Firley,
auch Ihre Vorschläge sind bestimmt besser als das was uns die Politik serviert. Weil auch sie ein Mensch mit normalem Verstand sind. Was man von den uns Regierenden leider nicht mehr sagen kann. Die leben immer mehr unter der viel zitierten „Käseglocke“ und wissen deshalb überhaupt nicht mehr was „Draußen“ los ist. Und dann kommt solcher Blödsinn, wie z.B. Abwrackprämie heraus. Schade um das viele Geld. Es wird leider sehr wenig bis gar nichts bewegen.
Ich bin seit längerem schon von der Politik enttäuscht und die jetzige Krise zeigt nur noch mehr die Unfähigkeit der Politiker. Wenn ich 10 Jahre zurück denke, dann fällt mir nur eine politische Entscheidung ein, die ich in dieser Zeit für richtig halte. Das war die Entscheidung nicht in der Irakkrieg zu ziehen.
Aber die Jahre vor 1999 waren politisch gesehen auch nicht wirklich besser.
1999 habe ich 2 Eigentumswohnungen gekauft und gedacht, aufwärts geht es nicht mehr in Deutschland, aber wenn es so bleibt ist es OK. Dann kam der Euro und es ging abwärts und jetzt haben wir zusätzlich eine Finanzkrise und es geht noch schneller abwärts.
Bleibt nur noch die Frage wann und wo endet es und was kommt dann? Aufstand der Alten? Revolution? Diktatur? Krieg? Oder noch schlimmeres (Umweltzerstörung/Naturkatastrophen)?
Meine Hoffnung ist immer noch, dass ich es nicht mehr erleben muss. Bin ja schon 55.
In diesem Sinne weiter so.
Denn jedes Land hat die Regierung die es verdient !!!
Reinhard Rup
Hallo Tom Firley,
Ihre Analysen, Berichte, Meinungen, die Sie gottseidank haben und nicht hinter dem Berg halten, sind mir als Kleinanleger (und Gelegenheitszocker in diesem verrückten Markt) oft hilfreich und nicht minder sympathisch ( die Meinungen).
Zu Ihrem Rechenbeispiel Rettungspaket 80 Milliarden und 40 Mio. Erwerbstätige = 2 T. € pro Kopf gibt es noch eine Alternative.
Angenommen, die klugen Köpfe kämen zu der Erkenntnis, dass genau die Kapitalgesellschaften, die in den vergangenen Jahren eine Unmenge Geld “verdient” haben und deren Repräsentanten und Lobbyisten staatliche Kontrollversuche verteufelten, dass also dies alles dem Lauf wirtschaftlicher Ordnung (freiheitlich-demokratisch natürlich)überlassen bleiben sollte, dann wäre die Rechnung für Misswirtschaft, Inkompetenz und persönliche Bereicherung schlicht die Pleite.
Der erhobene Zeigefinger der Versager deutet auf Arbeitsplätze, die es zu retten gilt. Und nun meine Rechnung: Wenn durch die Rettungspakete nicht ein marodes Wirtschaftssystem stabilisiert, sondern Schaden vom arbeitenden Volk abgewandt werden sollte, dann könnte, bei einem Rettungspaket von 80 Milliarden, jeder von 2 Mio. zusätzlichen Arbeitslosen 40 T.€ bekommen und damit einen enormen Kaufkraftschub erzeugen.
Daimler und Co. z. B. müssten sich allerdings schnellstens bemühen, die richtigen Autos anzubieten….
Naja, ich weiss, Utopie. Und trotzdem sollte das Körnchen Wahrheit in diesem Gedankenspiel nicht verkannt werden.
Vor wenigen hundert Jahren gab es Leibeigenschaft und eine Vorstellung heutiger Lebensweise in doch halbwegs gesicherter materieller Existenz und geistiger und physisischer Freiheit wäre pure Utopie gewesen.
Wenn heute die sogenannten Eliten ein Herrschaftsgebaren an den Tag legen, das feudale Züge erkennen lässt, dann gilt es, die wirksamen Rettungspakete zu schnüren, mit denen das Wohlergehen der Mehrheit dieses Gemeinwesens befördert werden kann!
Ich freue mich auf Ihren nächsten Beitrag und grüsse Sie sehr freundlich,
W. Neubauer
hat mit den sachlich guten Beiträgen nichts zu tun, aber mich stört in vielen Beiträgen div. Börsenbriefe des Investorverlags, dass das und dass falsch geschrieben wird (vor allem auch bei Herrn Wolf); bisher war das bei Tom Firley nicht der Fall, aber heute sind auch zwei Fehler festzustellen. Übrigens: der heutige Beitrag fällt im Vergleich zu den sonst tollen und konstruktiven Beiträgen schon sehr ab.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Mittermeier
Hallo Herr Firley,
finde Ihren Vorschlag, pro Person 2.000 € auszugeben, gut, wenn uns der Staat diese 2.000 € gibt. Stellen Sie sich die Wirkung dieser Konjunkturspritze vor: 80 Mrd. € zusätzlicher Konsum in 2 Jahren; was das an Investiti-onen nach sich zieht! Da brauchen wir vorläufig keinen Export.
Schöne Grüße Wilhelm Kratochwil
Man nehme die Immobilien der diversen Deutschen Geldverwalter im gegenwert von ca. 40.000.000.000 € und schicke mit dieser stattlichen Pension so viel Geldverwalter in Rente(Hartz5)wie möglich. Einen 50% Verlust lässt sich nur mit Stellenabbau entgegen wirken.
Das ist auch nicht ironisch oder Witzig gemeint.
Hallo Tom Firley,
die Lösung für die Wirtschaftsprobleme ist doch längst gefunden. Ich verstehe nicht, weshalb hier noch lange diskutiert wird. Das National Economy Model des Prof. Dr. Haydar Bas wird inzwischen weltweit als DIE Lösung überhaupt gefeiert. Ein Vorschlag zum Wirtschaftsnobelpreis ist längst erfolgt. Auf mehreren internationalen Kongressen wurde das Modell als die RETTUNG DER MENSCHHEIT gefeiert. Sogar die russische Akademie der Wissenschaften beschäftigt sich intensiv mit dem neuen Wirtschaftsmodell. Das Grundprinzip beruht auf der Abschaffung der Ausbeutung und Verarmung der Bürger.
Stattdessen werden werden finanzielle Belastungen massiv verringert und Zuwendungen massiv erhöht.
Unterm Strich führt dies zu einem Wirtschaftsboom, der sich selbst trägt. Keine leere Blase, die Platzt und Zerstörung hinterlässt, wie im Kapitalismus.
Der jahrzehntelang praktizierte neoliberale Kapitalismus litt an falschen Grundideen und hat sich folgerichtig selbst zerstört. Freuen wir uns auf das Goldene Zeitalter, daß uns das National Economy Model bescheren wird.
Denn der Kapitalismus ist tot.
Habe einen anderen Vorschlag.Jeder Arbeitnehmer kann zwischen seinem zwanzigsten und dreißigstem Lebensjahr von seinem Bruttoverdienst bis zu 2500 Euro vor Steuern
abziehen und dieses Geld in einen Staatsfond für den Auf-bau von Infrastrukturmaßnahmen eizahlen.Nach Erreichen seines dreißigsten Lebensjahres wird die angesparte Summe
Zeckgebunden für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer
Wohnung ausgezahlt.Falls das Geld für Konsum verwendet wird,wird es mit dem durchschnittlichen Steuersatz der 10 Jahre nachversteuert und auch nachverrentet.Dieses
System hat den Vorteil,das sich für Junggesellen das
Arbeiten wieder lohnt und gerne auch mal Überstunden geleistet werden und auch mal für etwas weniger Geld gearbeitet wird.Außerdem wird eine große Gerechtigkeits-
lücke gegenüber Studierenden geschlossen da ein normal
arbeitender immer weniger Einkommen hat als ein gut ausg-
bildeter der auf kosten eben der von frühester Jugend an
arbeitenden ausgebildet werden.Außerdem wird dann jeder
versuchen so schnell wie möglich mit seinem Studium fertig zu werden um noch in den Genuß des Steuervorteils
bis zum dreisigsten Lerbensjahr zu kommen.Für den Staat
ergibt sich der Vorteil über ein Zinsloses Darlehn über
10 Jahre.Wenn dann zwei Menschen mit 30 Jahren eine Familie gründen könnten sie im besten Fall über 600000 Euro verfügen und Bauen.Das ist die beste Versicherrung
gegen Rentenkürzung und Altersarmut.Für unsere Straßen und die Verbesserung unserer Luft sollte man alle PKW mit
einem RFI Chip im Tankstutzen ausrüsten.Damit wäre es möglich an der Tankstelle für jeden Fahrzeugtyp eine Individuelle Steuer zu erheben die abhägig ist von den
wirklich getankten Litern an Benzin/Diesel.Die PKW Steuern fallen vollständig weg.Wer keinen RFI Chip in
seinem PKW hat zahlt den Höchstbetrag von vieleicht 5 Euro pro liter Kraftstoff.Das hat den Vorteil das der
Transitverkehr der es versäumt sich in einen deutschem
Zollamt einen Chip in den Tankstutzen zu kleben grunsätzlich den höchstbetrag in unsere Staatskasse zahlt.Der Sparsame Autofahrer wird hier richtig belohnt.
Sehr geehrter Herr Firley :
Ein Staat ist ein Verwaltungsapparat. Was er den einen schenkt, muß er anderen wegnehmen, entweder gleich oder später. Die Regierung hat noch nicht gesagr, wie sie wem die 80 Md wegnehmen will. Es zeichnet sich also der Weg des geringsten Widerstandes ab : Kredit aufnehmen und Zinsen zahlen.
Ihr Beispiel sieht dann so aus : Jeder berufstätige bekommt 2 000 Euro, und muß dafür ab sofort 100 Euro Zinsen zahlen, bis in alle Ewigkeit, denn getilgt wird dabei nichts. Die Zinszahlung treibt der Staat als zusätzliche Steuer ein.Als Variante könnte der Staat von den Steuerzahlern eine Tilgung von zB. in 5 Jahren bei 6% Verzinsung fordern. Dann müßte der Durchschnittsbürger fünf Jahre lang jedes Jahr 475 Euro zahlen, iG. also 2.374 Euro.
Grundsätzlich gilt : Verbrauchen auf Pump geht nicht gut.
Wenn trotzdem sich viele aufs Konjunkturpaket freuen, liegt es daran, daß sie hoffen mehr zu bekommen als sie zurückzahlen müssen; dafür gibt es dann andere, bei denen es umgekehrt aussieht.
Die Regierung bemüht sich daher es so darzustellen, daß keiner es merkt, daß er zu den Verlierern gehört. Dabei sind die Verlierer in der Mehrzahl; erstens muß der ausgeschüttete Betrag plus Zinsen aufgebracht werden, und zweitens handelt es sich um einen vorgezogenen Konsum, der danach fehlt.
Stimmt jetzt noch jemand für ein Konjunkturpaket?
Viele Grüße Kurt Templin
Sehr geehrter Herr Friley,
wie das Brötchen, Kaffee etc. gehören auch Sie mit Ihren sehr anregenden Beurteilungen jeden Morgen zu meinen “Pflichtübungen”.
Ihre Recherchen und Analysen sind zweifelsfrei recht treffsicher und geben für den normalen Investor einen
gewissen Leitfaden vor.
Gestern hat mich ein ehemaliges Vorstandsmitglied einer
Bank in Deutschland angerufen und mich gefragt, wie hoch ich die Wahrscheinlichkeit ansehe, dass es innerhalb der kommenden sieben Jahre zu einem WÄHRUNGSSCHNITT im EU Raum kommt? Möglicherweise spätestens dann, wenn der US Dollar massiv abwerten wird …?
Mit dieser mir gestellten Frage möchte ich anregen, dass
Sie Ihren Lesern nicht nur einen kurzfristigen, sondern vielmehr - wenn überhaupt möglich - auch hin und wieder einen etwas längerfristigen Horizont auf das morgendliche “Brötchen schmieren”.
Bleiben Sie gesund und ein herzliches Moin Moin
aus Hamburg.
Torsten Miesner
Hallo Herr Firley,
diesen Gedanken etwas abgewandelt habe ich schon seit langer Zeit hinsichtlich der Pro-Kopf-Verschuldung im kommunalen Bereich propagiert. Wenn alle Bürger einer Gemeinde, die dazu finanzielle in der Lage sind, bereit wären, die Pro-Kopf-Verschuldung ihrer Familie an die Gemeinde “zurückzuzahlen”, würde die Zins- und Tilgungsbelastung im kommunalen Haushalt mit einem Schlag erheblich zurückgehen und die Kommune für nötige Investitionen liquider. Allerdings müsste die Gemeinde, bzw. der Gemeinderat der Kommune, sich verpflichten, die Bürger künftig vor einem Beschluss von kosten- und unterhaltungsintensiven Investitionen zu beteiligen und bei einer sachlich begründeten, mehrheitlichen Ablehnung der Investition auf diese zu verzichten.
Einen guten Tag Ulrich Mentz
Wo bleibt der ausgeglichene Haushalt, der in absehbarer Zeit kommen sollte? Statt dessen werden wieder mehr Schulden gemacht, die der Steuerzahler in absehbarer Zeit finanzieren muss. Wer sollte die Rechnung sonst bezahlen?
A. Orth
Lieber Herr Firley,
eine wirklich nette Idee von Ihnen. Doch leider leidet sie - genau wie die von Ihnen kritisierten Rettungsmaßnahmen - an der irrigen Annahme, dass es in diesem Systemzustand auch nur die geringste Vorhersehbarkeit gäbe. Wir haben es hier mit einer noch nie dagewesenen Dynamisierung des Finanz- und Wirtschaftssystems zu tun, das jede Voraussicht PRINZIPIELL ausschließt. Um es ein bisschen anschaulicher zu sagen:
Wenn Sie sich an den Rand eines Autoskooters (= dynamische Realität)stellen und prognostizieren wollen, an welcher Stelle sich der Wagen Nr. 11 in 2 Minuten befinden und mit wie vielen anderen Wagen er bis dahin kollidiert sein wird - dann befinden Sie sich ungefähr in der heutigen Systemsituation.
Schauen Sie einfach zu und freuen Sie sich, dass die Skooterfahrer immer noch leidlich ihren Spaß haben. Ob, wann, wie und wo sich das Ganze so verkeilt, dass nichts mehr geht, entscheiden allen diese Fahrer. Und wie Sie vielleicht aus eigener Erfahrung wissen: Das Schild “Bitte rechts fahren!” hat in einem Autoskooter noch nie die geringste Wirkung gehabt.
Herzlichst, Ihr Dieter Kellermann
Hallo,
eine kleine Anmerkung zum Thema Bürokratie in Deutschland die Sie angesprochen haben. Ich bin in einem sehr großen internationalen Unternehmen tätig. Dabei habe ich sehr viel mit Firmen und Kollegen aus anderen Ländern wie z.b. USA, Indien und China zu tun und reise auch des öfteren in diese Länder.
Dabei mache ich immer wieder 2 Erfahrungen:
1. Die Bürokratie und der Verwaltungsaufwand ist in vielen Bereichen in diesen Ländern weitaus ausgeprägter als in Deutschland. Nur wird das dort irgendwie akzeptiert und keiner regt sich darüber auf. Deshalb tut immer noch jeder so als wäre das in Deutschland ganz arg schlimm. Isses aber nicht. Und in vielen Ländern geht vieles ja auch nur deshalb schneller, weil man einen kleinen Schein (manchmal auch einen großen) dem Antrag beilegt. Und was Öffnungszeiten und Service vieler Ämter angeht hat sich hier aus meiner Sicht die letzten Jahre gewaltig etwas bewegt. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch viele Mißstände gäbe, aber halt auch nicht mehr als woanders…
2. Service (nicht von Ihnen angesprochen, aber wenn wir schon dabei sind): Hier reden wir gerne von der Servicewüste Deutschland. Wenn es nicht den Rahmen sprengen würde, würde ich Ihnen gerne einige Geschichten von der Servicewüste USA erzählen. Meine Erfahrungen in Deutschland sind jedenfalls überwiegendst positiv. Aber auch in diesem Bereich gilt, dass wir uns gerne schlechter darstellen als wir sind.
Ansonsten vielen Dank für Ihre immer wieder erhellenden Kommentare :-)
Schönes WE
Christian Lampert
Guten Tag Herr Firley,
es ist für mich immer wieder interessant Ihre verschiedenen Beiträge zu lesen.
Auch das hier angesprochene Thema bewegt viele Leser. Ihr Vorschlag zeugt zumindest von der Absicht den meisten Bürgern von dem Kuchen ein Stück ab zu geben und nicht wie von der Regierung beabsichtigt “nur” Steuerzahlern.
Ich sehe jedoch dem Ganzen eher kritisch entgegen.
Solang es möglich ist, dass durch die “Machtinnehabenden”, die für diesen Schlammassel mit Verantwortung tragen, wie z.B. die Sächs. Landesregierung und ihre ausländischen Firmenkonstrukte, mit den gleichen Personen die vorher das Geld verzockt haben, mit diese durch einen mit Millionen dotierten Beratervertrag das Schiff wieder auf Kurs bringen sollen, ist doch jetzt schon ab zu sehen wieviel Geld “versickern” und “verbrannt” wird.
Und wie es die Geschichte schon immer gezeigt hat, um das Volk zu beruhigen wird wieder ein Stück Leine an der Angel zu gegeben und die eigentlich Verantwortlichen, und hier meine ich nicht nur Bauernopfer, bleiben in Position oder rotieren in lukrativen Staatsfunktionen.
Tschüss
Udo B.
Das mit dem Einkaufsgutschein bzw. Geld zum Ausgeben hatten wir ja schon. Ist aber nicht erwünscht, da es wohl wenig Wählerstimmen bring.
Meine sinnvollste Regelung wäre, die Mehrwertsteuer, wie von Chefvolkswirt Walter vorgeschlagen auf 1 Jahr zu reduzieren, von 19 auf 16 %. Allerdings geht das wohl nicht, da Deutschland seit nunmehr 50 Jahren der Trottel und Finanzier der EWG bzw. jetzt der EU ist. Brüssel schreibt vor, Deutschland machts. Italien trickst, Griechenland lügt, und viele andere fordern und kassieren. Nur Deutschland bezahlt und muß das Maul halten.
Die EZB-Zinssenkung ist fürn Arsch, bringt nichts. Alle EU-Länder sollten sich einig sein, die Mehrwertsteuer zu senken. Aber Einigkeit in der EU war schon immer ein Traum.
Sehr geehrter Herr Firley,
ich denke, das Paket ist kleinkariertes Flickzeug, das fast gar nichts bringt. Wenn wir wirklich eine SO große Krise haben, dann müssen auch SO große Taten / Antworten her. Nur dann kehrt das Vertrauen in die Bevölkerung zurück - denn dieses zertretene Vertrauen ist derzeit das größte Problem (in der Wirtschaft, Finanzbranche, Aktienmarkt, Geldmark,…)
Viele Grüße
Steffen W.
lieber Tom Firley,
ein ähnliches Konzept gibt es an einigen wenigen Orten als regionale Lösungen auf dieser Welt, wo nämlich der Steuerzahler bestimmen kann, was genau mit seinen Steuern geschieht.
Also grundsätzlich tolle Idee, weil ökonomisch sinnvoll (Konsum hochtreibend), partnerschaftlich (Politik und Bürger an einem Strang), sozial (die “Reichen” könnten vielleicht € 20.000.– ausgeben), selbst-verantwortlich (der Zahler kann steuern).
Und was würde das brauchen zur Umsetzung:
1. Bürger die den Politikern vertrauen
2. Politiker die den Bürgern vertrauen
3. Menschen die Entscheidungen treffen wollen und können
4. Menschen, die sich als Gemeinschaft wahrnehmen
5. Menschen, die Visionen tragen und pflegen
6. Entwickelte, bewußte, wache, positiv gestimmte, selbst-ständige, trag-fähige, ver-antwort-liche, eigen-gesteuerte Menschen
Und wo sind die?
herliche Grüße aus der Schweiz
Rudolf Fitz
Hallo Herr Firley,
wie Sie in Ihrem heutigen Beitrag schreiben, sind da kluge Leute mit der Konjunktur-Unterstuetzung befasst.
So klug, dass sie, z.B. mit der Autokauf-Praemie, auch die auslaendische Autoindustrie unterstuetzen. Ist das sinnvoll?
Gruesse
Klaus K.
Hallo Herr Firley,
Sie haben mit Ihrem Beitrag völlig Recht. Ansonsten hilft das Konjunkturpaket wieder nur den “Besserverdienenden”. Es ist ja aber auch von selbigen gemacht, wie sollte es da anders ausfallen, Rentner (wozu ich gehöre) und Geringverdiener bleiben auf der Strecke.
Aber noch etwas: Als ehemaliger DDR-Bürger kann ich nur noch den Kopf schütteln vor lauter Erstaunen! Wie wurde die DDR geschmäht ob ihrer staatsdirigierten Wirtschaft, die ja letztendlich pleite ging. Und nun ist im reinen Kapitalismus plötzlich der Staatsdirigismus die ultima ratio und natürlich alleinseeligmachend. Es ist - wenn es denn nicht so traurig wäre - nur noch zum Lachen. Und wir wollen auch nicht vergessen, wem wir das alles zu verdanken haben - den lieben Amerikanern, denen wir heute mehr in den A…fter kriechen, als weiland wir in der DDR den Russen hineingekrochen sind.
Und zuletzt: Ihre Beiträge lese ich täglich mit großem Interesse und finde sie allesamt sehr klug geschrieben. Danke und freundliche Grüße!
Ich würde mich auch bereit erklären die 2000.- Euro auszugeben und dies auch mit einem Brief bekunden. Ob aber alle anderen das auch so machen, möchte ich bezweifeln. Ohne Organisation und Bürokratie von oben bringt man in diesem Land doch keine 10 Leute unter einen Hut.
In einer homogeneren Gesellschaft könnte man sich auch eine Menge mehr an Verwaltungskosten sparen.
Wie schon verschiedentlich hier angesprochen, sollte Regresshaft für politischen und wirtschaftlichen Murks eingeführt werden. Noch mehr vereinfacht auf alle Menschen: Es soll das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit gelten. Für jede meiner Handlung / jede Aktion bin ich und nur ich verantwortlich. Beispiel Kfz Steuer ab Juli.
Wenn ich Auto fahre stoße ich grundsätzlich CO2 aus, wenn aber mein Auto steht keines. Die Kfz Steuer bemißt sich jedoch nicht am Ausstoß, sondern an einer theoretischen (willkürlichen?) Einstufung. Ich werde nicht in die Verantwortung gebracht in der Art meiner Fortbewegung zu wählen (zu Fuß oder Fahrrad, oder Kurzstrecken mit Minipkw, Langstrecken mit Limosine, Transportfahrten mit klein LKW). Diese Bewegungsmittel könnte ich alle Vorhalten und den besten Bedarf wählen und ev. mit Anderen teilen. Das jetzige und auch zukünftige Prinzip beruht darauf, daß ein teueres Auto am günstigsten kommt, jeh mehr ich damit fahre.
2000 E als Anschubprämie? Die Frage ist wofür gebe ich die aus? Mit Sicherheit nicht für EIN Auto. Ich fürchte, daß ein Großteil des Geldes für Teuerungen (Energie; Steuern + Abgaben) abgezogen wird. Um Nachhaltigkeit zu finanzieren, müßte ich dort finanzieren, wo ich die meisten (sinnlosen) Geldabflüsse habe, somit Energieeinsparungen.
Servus + Grüße
Sehr geehrter Herr Firley,
Die AUSLÖSER der Krise kennt inzwischen jeder, aber über die eigentlichen URSACHEN spricht keiner. Deshalb werden alle Bemühungen der Regierungen nicht dauerhaft helfen.
Die Geldmenge steigt seit Jahren stetig an, also muß irgend jemand Geld „produzieren“. Die staatlichen Druckerpressen können es nicht alleine sein, denn die Banknoten und Münzen machen nur einen geringen Bruchteil des gesamten Geldumlaufs aus. Verbleiben also die Banken, die im Idealfall lediglich Geld einsammeln, um es wieder auszuleihen. Das ist allerdings höchstens die halbe Wahrheit, denn Banken verlangen von allen Kreditnehmern (ob Staat oder Privatmann) eine „Sicherheit“, diese stellt ein „Wertpapier“ dar und vergrößert somit das Vermögen der Bank. Aus diesem Vermögenszuwachs erteilt sie anschließend dem Kunden eine entsprechende Gutschrift. Diese Gutschrift ist offensichtlich „neues Geld“, das es vorher noch nicht gab.
Es wird deutlich, daß fast ausschließlich nur dann Geld in den Umlauf kommt, wenn sich irgend jemand in gleicher Höhe bei einer Bank verschuldet hat. Die Krux ist: nicht nur die geliehene Summe muß zurückbezahlt werden, sondern zusätzlich die Zinsen, für die aber in den Geldumlauf überhaupt nichts eingespeist wurde. Daraus entsteht der Zwang zu Verteilungskämpfen (Kapital/Arbeit, Alt/Jung, Staat/Bürger, etc.) und zu immer größerer Verschuldung.
Abhilfe wäre im Prinzip relativ leicht: Der Staat müßte für die Finanzierung seiner Aufgaben die „Geldschöpfung“ selbst übernehmen. Er könnte so viel Geld in den Kreislauf pumpen, daß jedermann beschäftigt werden könnte. Niemand müßte dieses Geld zurückzahlen, Einkommensteuer wäre weitgehend überflüssig, etc. etc.
Zu schön, um wahr zu sein? Verschwörungstheoretiker behaupten, daß Lincoln und Kennedy derartige Pläne hatten …
Wer mehr dazu wissen will lese das schockierende Buch „ Der Dollar Crash“ von Ellen H. Brown ( dessen Inhalt ich allerdings nicht in allen Teilen unterschreiben möchte).
Mit freundlichem Gruß!
Guten Tag,
Es ist für mich interessant zu lesen, was einige Leute alles mit dem Geld, was sie nicht haben und nicht bekommen werden, alles machen könnten, oder nicht - sind die Paralellen zu manchen Pleitemanagern der Finanzbranche Absicht? Ist das nicht eine andere Art von Energieverschwendung?
Über die Begriffswahl kann ich auch nur müde schmunzeln:
Konjunkturpaket - Und dann noch Eins und Zwei! Ich möchte bitte auch ein Konjunkturpaket kaufen. Bezahlt wird es eh von meinen Steuern. Sind die bisherigen und noch kommenden Schulden nicht die Probleme von morgen?
Ist die deutsche Politik nicht genauso auf Pump lebend wie die Amerikaner, nur scheinbar mit einem anderen Vorzeichen?
Woanders würde so ein Maßnahmenkompex wie die KP 1 & 2 Wettbewerbsverzehrung heißen.
Wann immer der Mensch in ein aus sich selbst heraus funktionierendes System eingreift, wird es komisch - darum halte ich schlichtweg überhaupt nichts von diesen Maßnahmen.
Zu Ihnen Herr Firley: Stellen Sie weiter solche kritischen Fragen - querdenken ist immer gut, und sei es nur, um Erkenntnis zu gewinnen.
Herzliche Grüße
Thomas Leonard
Hallo Herr Firley,
Bürokratie!
Wir leben in einem Wirtschaftswunderland ohne gleichen.
Das 1. Wunder war der Wiederaufbau nach dem Krieg.
Das 2. Wunder ist, daß die Wirtschaft immer noch in der Lage ist, die Bürokratie zu verkraften.
Warum bekommen wir keine Steuervereinfachung?
Weil dann Tausende von Steuerberatern und -beamte arbeitslos würden.
Gute Besserung Deutschland
Die AUSLÖSER der Krise kennt inzwischen jeder, aber über die eigentlichen URSACHEN spricht keiner. Deshalb werden alle Bemühungen der Regierungen nicht dauerhaft helfen.
Die Geldmenge steigt seit Jahren stetig an, also muß irgend jemand Geld „produzieren“. Die staatlichen Druckerpressen können es nicht alleine sein, denn die Banknoten und Münzen machen nur einen geringen Bruchteil des gesamten Geldumlaufs aus. Verbleiben also die Banken, die im Idealfall lediglich Geld einsammeln, um es wieder auszuleihen. Das ist allerdings höchstens die halbe Wahrheit, denn Banken verlangen von allen Kreditnehmern (ob Staat oder Privatmann) eine „Sicherheit“, diese stellt ein „Wertpapier“ dar und vergrößert somit das Vermögen der Bank. Aus diesem Vermögenszuwachs erteilt sie anschließend dem Kunden eine entsprechende Gutschrift. Diese Gutschrift ist offensichtlich „neues Geld“, das es vorher noch nicht gab.
Es wird deutlich, daß fast ausschließlich nur dann Geld in den Umlauf kommt, wenn sich irgend jemand in gleicher Höhe bei einer Bank verschuldet hat. Die Krux ist: nicht nur die geliehene Summe muß zurückbezahlt werden, sondern zusätzlich die Zinsen, für die aber in den Geldumlauf überhaupt nichts eingespeist wurde. Daraus entsteht der Zwang zu Verteilungskämpfen (Kapital/Arbeit, Alt/Jung, Staat/Bürger, etc.) und zu immer größerer Verschuldung.
Abhilfe wäre im Prinzip relativ leicht: Der Staat müßte für die Finanzierung seiner Aufgaben die „Geldschöpfung“ selbst übernehmen. Er könnte so viel Geld in den Kreislauf pumpen, daß jedermann beschäftigt werden könnte. Niemand müßte dieses Geld zurückzahlen, Einkommensteuer wäre weitgehend überflüssig, etc. etc.
Zu schön, um wahr zu sein? Verschwörungstheoretiker behaupten, daß Lincoln und Kennedy derartige Pläne hatten …
Wer mehr dazu wissen will lese das schockierende Buch „ Der Dollar Crash“ von Ellen H. Brown ( dessen Inhalt ich allerdings nicht in allen Teilen unterschreiben möchte).
Hallo Herr Firley,
auch ich gehöre zu Ihrer Leserschaft und freue mich täglich auf Ihren Börsenletter. Ob Ihr gut gemeinter Vorschlag etwas bringen wird bezweifle ich. Noch mehr allerdings bezweifle ich eine tatsächliche Besserung der momentanen Situation in Deutschland durch diese Rettungspakete. Es bleibt bei der Umverteilung des Vermögens von unten nach oben. Wie ich in vielen Foren sehe ist die Unzufriedenheit der Menschen über das Agieren der Politiker in den letzten 10 Jahre sehr groß.
Genauso groß schätze ich allerdings auch die Resignation der meisten Menschen über ihre Möglichkeit, die Dinge zu ändern. Es herrscht die Einstellung: “Die da oben machen ja doch was sie wollen und wir kleinen haben nicht die Macht es zu ändern”. Die Politiker bezeichnen diese Resignation der Menschen gerne als Politik-Müdigkeit der Menschen, ein beschwichtigender Ausdruck, der dazu die Schuld noch beim Volk sucht, dem meiner Meinung nach einfach die Wahlmöglichkeit einer wirklichen Alternative zu den zur Zeit bestehenden Parteien fehlt. Vielen bleibt so nur die Möglichkeit aus Protest ganz links oder ganz rechts zu wählen oder gar nicht mehr zur Wahl zu gehen. Dies kann es jedoch nicht sein.
Vom Volk eine Revolution zu erwarten halte ich auch eher für unwahrscheinlich. Von den momentanen Politikern Abhilfe zu erwarten halte ich für unmöglich, da sie sich zu sehr an die Annehmlichkeiten ihrer privilegierten Stellung gewöhnt haben (Diäten, Zulagen, sehr großzügige Altersversorgung, keine wirkliche Verantwortlichkeit bei Fehlern, lukrative Nebenjobs als Vorstände in großen Firmen, bei EU-Parlamentariern kommen noch Steuervorteile und andere Absahnmöglichkeiten hinzu) und ihre Parteikarrieren wohl auch zu sehr daran gebunden sind, dass sie parteikonform agieren. Es hat darum auch keinen Sinn ihnen Kritik aus solchen Foren wie hier unter die Nase zu halten. Dies würde wohl nur als lästiges Aufmucken einiger Aussenseiter empfunden werden. Mein Vorschlag dazu wäre:
Selbst eine neue Partei gründen, die weder links noch rechts einzuordnen ist. Intelligente Ökonomen wie sie auch oben in einigen Kommentaren schon genannt wurden zu Rate ziehen und ein Wirtschaftssystem erschaffen, welches gerechter ist und wo diese ewige Umverteilung von unten nach oben ausgemerzt ist. Um wieder glaubwürdig zu sein, müßten auch die oben genannten Privilegien und der Lobbyismus unserer Politikerkaste abgeschafft werden und das Volk müsste an vielen Entscheidungen entweder durch repräsentative Umfragen oder durch Volksabstimmungen viel stärker beteiligt werden. Ich hätte Zeit dazu und wäre stolz dabei mitzuwirken. Fragen wir also nicht, was kann unser Land (unsere Regierung) für uns tun, sondern: “Was kann ich für unser Land tun?!!!” Gleichgesinnte oder Ähnlichgesinnte können sich gerne bei mir melden (ich stehe im Telefonbuch). We can change! Wir können es ändern!
Georg Ross aus Löbau
Kapitalismus, die intelligenteste Art Menschen zu enteignen (im Vergleich zum ehemals real existierenden Sozialismus) Hier ist der Bürger der Bürge und die Bürde unantastbar… Alle glauben, an dem großen Spiel etwas verdienen zu können.
Eine e-Funktion geht irgendwann schnell nach oben, dafür noch schneller nach unten. Die goldene Zeiten kommen erst noch.
Hallo Herr Firley, Ihr Beitrag mit den 2.000€/Bürger gefällt mir, und es würde dann das Geld auch in Deutschland bleiben, wenn man nach folgender Weisheit verfahren würde.
Weisheit des Tages
Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in die Aktien der Commerzbank investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat heute
noch 215,28 Euro übrig.
Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in Krombacher Pils investiert hat, konnte:
- 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen
- war ständig heiter
- hatte viel Spaß
- hat den Regenwald gerettet
- und hat heute noch….
(Achtung, jetzt kommt’s)…
Leergut im Wert von 223,20 Euro !!!!!!!!!
Und was lernen wir daraus?
Mit freundlichen Grüßen Dietmar Grützner
moin moin,
ein netter Vorschlag - aber ich fürchte, dass gerade auch Ihr Vorschlag unter den Hammer der Gerechtigkeitsdiskussion kommt. Für mich ist das Ganze wie “wildes Dosenschlagen im Wald wenn es dunkel wird”
Fest bin ich davon überzeugt, dass auch unsere Politiker - jeder für sich alleine auf dem Klo - wissen, dass einzig und alleine eine deutliche Steuersenkung auf gesamter Linie unserem Lande hilft. Der Haken daran ist leider nur - aus Sicht der Politiker - ein damit verbundener Machtverlust.
Ich bin weiter davon überzeugt, dass diese Steuersekung kommen wird und muß - hoffe, dass ich sie noch erlebe mit meinen 50 Jahren.
Für mich privat ist das beste Konjukturprogramm die Perlen unter den deutschen Firmen zu finden, die “trotz alledem” profitabel, engagiert,zukunftsorientiert und innovativ sind - und dann mit Mut, Freude und Zuversicht genau diesen Firmen mein Geld anzuvertrauen. Momentan bekommt man gerade hier im Lande Perle vor die Füße gerollt, die vorher vor die Säue geschmissen worden sind.
Bücken muß man sich nur.
Also nicht jammern und klagen, Brille aufsetzen und zum Sammler werden von den Perlen, die in der Vergangenheit und auch in der Zukunft das wahre Rückrat unsers Landes waren, sind und wieder sein werden - die mittleren und kleineren Unternehmungen - und sich mit Entschlossenheit, Wissen und Mut an Ihnen beteiligen.
Vom Staat habe ich nie etwas erhofft, oder erwartet - Almosen schon gar nicht - so kann ich auch momentan nicht enttäuscht werden!
Und als Perlensammler war ich in den letzten 6 Wochen auch sehr erfolgreich und kann nun in Ruhe die nächsten 3-5 Jahre abwarten.
Hallo Herr Firley,
was uns in diesem Land der pessimistischen Wohlstandsbürger wirklich fehlt ist “positves Denken und Handeln zum Allgemeinwohl”. Wir jammern auf höchstem Niveau!
Sind 2% oder 3% Rückgang denn wirklich eine Katastrophe? Oder ein natürlicher Prozess im Auf und Ab aller Zyklen!
Jede Abwärtsbewegung trägt in sich die Dynamik für die nächste Aufwärtsbewegung!
Warum wehren wir uns nicht endlich gegen das Diktat der Medien, Bürokraten, Haifische und sonstiger “Negativbolzen”.
Beste Grüsse
Guten Tag Herr Firley und liebe Leserinnnen und Leser,
mit großem Interesse habe ich sowohl Ihre “herausforderde” Idee, als auch die viele Kommentare hierzu gelesen. Vieles davon hat mich sehr angesprochen und halte ich für überdenkes Wert und ggf. auch für durchführbar. Eigenverantwortung für sein Handeln und Tun sollte eine selbstverständliche Pflicht und Ehrenkodex für jeden sein. Fehler machen wir alle - mal - und das ist auch zu verzeihen; Betrug, Korruption, Arroganz und Machtgehabe sind dagegen inakzeptabel. Die Verursacher der Krisen - es sind ja leider mehrere! - sind indes lange nicht alle bereit die Konsequenzen ihres Handels zu tragen und Wiedergutmachung anzustreben.
Das muss sich als erstes dringend ändern! Hierfür sind jedoch - auch - unsere Politiker (mit)verantwortlich. So lange diese alle quasi aus dieser Verantwortung entlassen, wird es nicht besser.
Des Weiteren könnten wir uns - als Volk - mal ein Beispiel an den Nachbarn nehmen die ihren Frust, Wut und Änderungswünschen etwas laustärker Nachdruck verleihen (ich meine hier nicht Gewalttätigkeiten!!) und auf die Strasse gehen. Politiker lesen - in der Regel - unsere Kommentaren und Vorschlägen nicht oder nehmen sie nicht ernst (genug). Es kann - auf Dauer - nur einen radikalen Umschwung helfen für mehr Gerechtigkeit, bessere Verteilung der Gelder und Güter, angemessener Schutz für die Umwelt, Chancengleicheit für unsere Kinder und Jugendliche uvm. zu gelangen. Dies bedeutet einen gravierenden Systemwandel in unserer Gesellschaft durch zu setzen (mit fairen Mitteln!).
Auch mal selbst zurück zu stecken und zu verzichten, mit weniger zufrieden zu sein und die innere, spirituellen, Werten höher anzusetzen als die materiellen. Weg von der endlosen Gier. Weg vom Denken in Katagorien des “Unermesslichen”, des “immer mehr” (Wachstum usw.) Dafür gibt es jedoch keinen Verein, vielleicht auch gar keine Mehrheit. Dennoch ist uns allen klar, dass es SO nicht weiter gehen kann und darf. Es ist - und bleibt! - ein Skandal, dass in unserem Land einerseits Menschen unter der Brücke schlafen und halb oder gar ganz erfrieren und es andererseits Menschen gibt, die satte 2.000,- € pro Stunde “verdienen”. Solange hier kein Umdenken statt findet, werden die teils hausgemachte Problemen nie gerecht gelöst werden können.
Danke für Ihr Interesse!
Herzliche Grüße,
Ronald Weiß
Sehr geehrter Herr Firley,
prima, dass Sie dieses Thema von einer ganz anderen Seite “anpacken”. Wir Bürger, der Souverän, wurde und wird wieder einmal nicht gefragt. Wäre doch eine tolle Gelegenheit für eine Volksabstimmung gewesen mit der “Auflage: Der Bürger ist bereit, 10% seines Sparvermögens zu investieren”!
Interessant wie die Talk-shows “Hart aber fair” oder Maybritt Illner dieses Thema und vor allem unsere “Vertreter” zu Wort kommen lassen, nur der Bürger weiß es eigentlich besser, wie er mit seinem Geld umgeht, aber die “schwäbische Hausfrau” bracht Hilfe!
Kurz gesagt: “Die Deutschlandakte” von Hans Herbert von Arnim kann ich nur jedem empfehlen, der sich für Hinter-gründe interessiert.
Die staatlich orientierten Banken haben doch längst bewiesen, dass sie es nicht können und unsere wenig kontrollierte Beamtenschaft u.a. “Diener des Staates” tragen nur durch Anspruchsdenken ohne erkennbare über-durchschnittliche Leistungen zur weiteren Katastrophe bei.
Welches Konjunkturpaket hat je geholfen?
Lieber Herr Firley,
Da haben Sie eine gewaltige Lawine ins Rollen gebracht..
Ich habe alle Beiträge gelesen und bin begeistert von so viel Sachverstand und staatsbürgerlichem Engegement. Mein Vorschlag greift den ihrigen auf und vermischt ihn mit dem der Herren Buriansky, Verdion, Ahmer u. eigenen Gedanken:
(a) (Burianski) Maut gut, aber nicht schnell implementierbar (zu viele bürokratische Hürden); Regreß ebenfalls sehr gut, aber zu viele Widerstände,unendliche juristische Querelen (Die Bürokratie ist, wie der Name sagt, unser derzeitiges Herrschaftssystem, sie wird wohl keine Selbstmordgedanken hegen!)
(b) (Verdion) Damit die MWST Senkung wirkt, schlage ich eine Halbierung vor: Das würde einen Steuerausfall von etwa 80 Milliarden € pro Jahr erzeugen, also größenordnungsmäßig das Volumen des geplanten Konjunkturpaketes;
ABER:
KEINE Festsetzung eines Maximalbetrages pro Bürger. Mit der Wirkung, daß jeder sich an dem Programm beteiligt im Rahmen seiner Wünsche und Möglichkeiten. Also: der eine kauft einen Ersatz für seinen kürzlich demolierten Reisekoffer, ein anderer kauft einen Ersatz für seine gealterte Waschmaschine, und wieder ein anderer erfüllt sich den lang gehegten Wunsch nach einem Konzertflügel oder auch einem Porsche Cayenne (oder beides).
WESENTLICH: Die Wirkung der Maßnahme wird engmaschig beobachtet, und das Ende (oder das stufenweise Herunterfahren) wird spontan verkündet, sobald der Zweck der Maßnahme erreicht ist. Kein festgelegter Endtermin -> kein spekulativer Mißbrauch, dafür aber ein sofortiger Run auf die erwünschten Handelsgüter (keiner will zu spät kommen). Bei Lieferengpässen (oder auch grundsätzlich) mag das Datum des verbindlichen Kaufauftrages entscheidend sein.
Keine Zweckbindung der Gelder -> keine Wettbewerbsverzerrungen und sonstige Ungerechtigkeiten.
Ich erwarte, daß dieses Programm außerordentlich schnell die gewünschten Ergebnisse bringt und die notwendige staatliche Neuverschuldung auf ein Minimum begrenzt beleibt. Es wird keine zusätzliche Bürokratie benötigt (deren Entscheidungen traditionell ungerecht sind, und deren Spielregeln so kompliziert sind, daß sie niemand versteht). Kein Gedanke daran, daß diese Regelung anderen Ländern zugute kommt, im Gegenteil - es wird eine gewaltige Nachfrage aus dem Ausland einsetzen. Vielleicht muß die Steuersenkung kleiner ausfallen, damit die ausländische Konkurrenz nicht in einem Verdrängungswettbewerb vernichtet wird.
Egon Hüfler
@ B.Stöveken: der Staat ist lediglich für die Produktion von Münzgeld verantwortlich, er hat somit das Münzmonopol. Das Notenmonopol hat die Europäische Zentralbank, deren Aufgabe es auch ist, die Geldmenge zu regulieren. Wie Sie beschrieben haben, können Geschäftsbanken mit der Überschussreserve weiterarbeiten und so Giralgeld schöpfen.
Außerdem sollte die Fischer’sche Verkehrsgleichung (Geldmenge M* Umlaufvermögen U= Preisniveau P* Handelsvolumen H) berücksichtigt werden. Wird die Geldmenge erhöht, so kann dies genauso eine Erhöhung des Preisniveaus, also eine Inflation bewirken.
… Nur um einige Grundlagen der Volkswirtschaftslehre auszuführen.
Bei Herrn Firley möchte ich mich für die täglichen Analysen und für die guten Weiterüberlegungen bedanken.
Allerdings bezweifle ich, dass ein Durchschnittserwerbstätiger mit einem jährlichen Einkommen von 30.000 € ehrlich 2.000 € in den deutschen Binnenmarkt stecken wird, anstatt sie zu sparen.
Manche werden etwas kaufen, dass sie sich früher oder später sowieso angeschafft hätten.
Anderen wiederum kann man nicht nachweisen, wie viel sie wirklich gespart hätten und ob sie tatsächlich 2.000 € weniger sparen.
… Wenn nun 40 Mio Erwerbstätige alle einen Brief schreiben, wie sie jeweils 2.000 € verwenden wollen, fiele dadurch wohl sehr viel Verwaltungsarbeit an und das war ja auch einer Ihrer Kritikpunkte.
Das sind nur meine Weiterüberlegungen, trotzdem finde ich Ihren Vorschlag nicht schlecht, er würde der Bevölkerung sicher besser tun als die Konjunkturpakete und daraus resultierende zukünftige Steuererhöhungen und Lügen der Politiker, um ihren Schwachsinn zu rechtfertigen.
Auch viele Beiträge der Leser finde ich sehr gut :)
Herr Firley, weiter so!! *Daumen hoch*
Hallo Hr. Firley,
ich denke, das es Deutschland wesentlich besser gehen würde, wenn die Regierung Kohl (CDU) in 16 Jahren das Geld mit mehr Vernunft ausgegeben hätte. Dann hätten wir jetzt nicht so viele Schulden und könnten ganz anders agieren. Wer hat denn die Spritpreise so hoch angehoben das sich bald niemand mehr ein Auto leisten kann, weil das Geld schon im Tank verbrennt. Da helfen die 2000 € auch nicht viel. Ein Auto kostet heute schon das 10-fache, da muss ein normaler Arbeiter lange dafür sparen ! Und wenn laut Regierung das Auto schon nach 9 Jahre schrottreif ist, dann muss man jedes Jahr die 2000 € sparen, damit man sich nach 9 Jahren ein neues kaufen kann. 2000 x 9 = 18000 €
Damit würde dann aber nur die Autoindustrie unterstützt, aber nicht das Handwerk oder sonstige Branchen.
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende.
Sehr geehrter Herr Firley,
eine nette Idee, die Sie da geäußert haben.
Und jetzt kommt das Aber:
Zunächst bezweifle ich, daß es tatsächliche 40 Millionen echte Erwerbstätige in Deutschland gibt.
Die reale Zahl dürfte wesentlich niedriger sein.
Unter den tatsächlich Erwerbstätigen gibt es eine weitere Gruppe, meiner Schätzung nach von 30 -40 %, die froh wäre 2000,-€ übrig zu haben um diese zu sparen oder auch auszugeben.
Die große Masse ist durch offene und versteckte Steuererhöhungen oder Staatsgebühren, Erhöung der allegemeinen Lebenshaltungskosten (Lebensmittel, Gas, Strom, Wasser, Müll etc), Inflation, etc. gar nicht in der Lage, Gelder zusätzlich auszugeben, es sei denn sie erhält diese vorab auf andere Weise (z.B. Steuersenkungen).
Das derzeitige Maßnahmenpaket ist dafür denkbar ungeeignet und wird recht wirkungslos verpuffen! (Die Schulden aber bleiben für die weiteren Generationen!)
Es ist schon dreist, mit welcher Frechheit und welchem Diletantismus von den gleichen Versagern hier vorgegangen wird, die vorher nicht nur dem Treiben jahrelang gesetzgeberisch zugeschaut haben sondern auch als Aufsichtsräte in den entsprechenden Gremien kassiert haben ohne Ihren Verpflichtungen nahzukommen.
Aber (und sei es auch blinder) Aktionismus kommt beim “dummen” Volk halt immer wieder gut an.
Schönen Tag.
S. Remo
Sehr geehrter Herr Firley,
einige wahllose Gedanken meinerseits zum Problemkreis Finanzkrise, 80 Mrd. Konjunkturpaket usw., zu dem ich von Ihnen mehrfach angeregt wurde. Dafür gleich hier mein persönlicher Dank für die vielen klugen Ausführungen Ihrerseits.
a) Beim Verwaltungsaufwand der zu verausgabenden 8o Mrd. € fehlte bisher seitens der Politik immer eine Aussage zum Kontrollaufwand, um Missbrauch zu verhindern. Gibt es da überhaupt was Unabhängiges, was Vertrauen genießen könnte? Und eine gute Qualifikation bräuchten diese vielen Leute auch. Und die Gerichte müssen verstärkt werden, um “Ausrutscher” zu verfolgen und die Rechtsanwälte usw. usf., das schafft richtig Arbeitsplätze - oder?
b) Zur Abwrackprämie. Da bin ich bei Herrn Prof. H.-W. Sinn vom IFO-Institut, der da meint, wir stimulieren die Vernichtung von werthaltigem Volksvermögen, wenn wir Autos verschrotten, die noch gut fahren können (bei 8 bis 10 Jahren i. d. Regel der Fall). Außerdem ein Auto aus Rohstoffen zu produzieren, kostet viel mehr Energie und CO-2 als der evtl. verlängerte Mehrverbrauch an Sprit. Das lässt sich leicht nachrechnen. Und da hatte man doch - so lernten wir früher abschreckend in der Schule - schon mal Getreide in Dampflokomotiven verheizt, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen. Nur Dampfloks gibt es heute kaum noch.
c) Und damit bin ich beim Kern der Sache. Der Wert des Geldes in der Summe, der die materiellen (!) Werte unabhängig von der Verteilung verkörpern soll, stimmt nicht mehr. Und da können heute auch keine Zentralbank und schon gar nicht die Politik helfen. Auch Gold hat sich m. E. dazu inzwischen reichlich überlebt, weil nun mal umgekehrt, der Goldbestand unserer Mutter Erde und die tatsächlich vorhandenen heute vielfach höheren materiellen sinnreichen und nützlichen Werte der Erde, zu weit auseinander liegen. Das ist mit dem Gold so wie der sinnlose Atombunkerbau in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts!
Punkt c) hätte ich nicht angesprochen, wenn heute nicht der Artikel „Deutsche Banken sitzen auf Giftpapieren“ (erste Quote hinzukommend 300 Mrd. €, zu erwartendes Gesamtergebnis weit höher) im Internet erschienen wäre.
Also was wäre zu tun? Keiner weiß es offensichtlich oder sehr viele wollen sich der Wahrheit verschließen, die da notwendigerweise wie im Märchen heißt: „Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ (bei Schneewittchen). Jeder ordentliche Haushalt im weitestgehenden Sinne sortiert regelmäßig (!) Unbrauchbares aus und bringt es dahin, wo es hingehört. Und das geschieht hier leider nicht oder viel zu wenig. Das gilt für das wertlose Wertpapier-„Geld“ genauso wie für die falschen Pläne einer wachsenden Überproduktion und für das Missmanagement und hier ganz besonders im Finanzbereich. Da reicht bei weitem nicht die lapidare Erklärung über „Saulus und Paulus“ aus, da ist viel, viel mehr zu tun. Und das geht nur mit größter Zielstrebigkeit und zeitlichem Aufwand, wenn ein Selbstlauf mit katastrophalen Folgen verhindert werden soll. Und das muss jetzt sein!
Ihr W.B., langjähriger Unternehmensführer (72)
Hallo Hr.Firley
Ich bin zwar weder Poliker noch Wirtschaftsexperte.Auch kann ich nicht beurteilen,ob diese Konjunkturpakete ihr Ziel erreichen werden,allerdings bin ich der Meinung,wenn man den Solizuschlag abschaffen würde,dann hätte jeder Arbeitnehmer wesentlich mehr in der Tasche am Monatsende und dieses Geld würde mit Sicherheit auch in den Konsum fließen.Diese Kleckerei von Seiten der Politik von ein paar Euro Entlastung helfen doch nicht wirklich und spürbar.Allerdings hätte dies den Nebeneffekt,daß dann nur die Bürger,welche jeden Tag verantwortungsbewußt und fleißig ihren Job machen,in den Genuß kommen,sich selbst und ihrer Familie etwas mehr zu bieten.Aber dazu sind wir wohl zu sozial!!!!!!!!
Die Milliarden an die Bevölkerubg zu verteilen, wie auch immer, bringt doch nichts. Das Geld sollte besser zum Beispiel in Schulen und Universitäten investiert werden, auch der Ausbau alternativer Energien sollte gefördert werden, Straßen- und Brückenbau sind andere Möglichkeiten. Von mir aus sind auch Abwrackprämien für alte Autos ein richtiger Weg die Wirtschaft anzukurbeln. Denn nur Investitionen schaffen oder erhalten Arbeitsplätze. Nur so wird ein Mehrwert gechaffen.
Sehr geehrter Herr Firley,
es istgut, dass man hier die Möglichkeit hat, seine Meinung zu sagen. Ich sehe die Sitation eigentlich ziemlichklar- ähnlich wie unser Bundespräsident. Das Finanzsystem muss gründlich revidiert werden die Derivate abgeschrieben und die Banken wieder die wirklichen Finanzierer der Realproduktion werden. Die Bürgerbewegung Solidarität hat da übrigens auch klare Vorstellungen, die sollte sich die Regierung einmal zu Gemüte führen, aber wirkliche Ökonomen wie der Amerikaner La Rouche werden wohl noch lange ignoriert.
Doch wenn das Finanzsystem weiter so mit Milliarden gefüttert wird, dann kann es schließlich nur eine riesige Inflation und eine sinnlose Vernichtung vieler WErte geben. Das Finanzsystem muss neu geordnet werden und zwar bald. Die Banken müssen wieder Dienstleister der Gesellschaft werden und die Realwirtschaft muss finanziert werden, nicht die Banken.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Günther aus Leipzig
Hallo ich bin voll auf Ihrer Wellenlänge. Würde sofort dabei sein die 2000€ innerhalb eines Tages auszugeben. ;-))
Hallo Herr Firley,
ich stimme Ihnen in Ihrer Argumentation voll zu. Woher soll das Know how kommen? Die Politiker, die uns in diese Misere gfuehrt haben, maßen sich an, uns wieder heraus zu ziehen. Es ist krotesk.
H. Karmann
Sehr geehrter Herr Firley,
dass wir jetzt den Kapitalisten, die uns kurz halten, aus der Patsche helfen, in die sie sich mit unserem Geld hineinmanoevriert haben, ist wirklich grob.
Klar. Ich schaetze aber, da kann man leider nicht viel machen.
Vll werde ich fuer die Banken mal wieder arbeiten und vernuenftige Stundensaetze verlangen, sodass ich das Geld ein bisschen umverteilen kann.
Das ist leider aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
Und ich befuerchte, dass man das “Auto-Cleaning” des Kapitalismus, was grade losrollt, so zwar ein bisschen stoppt, bin aber nicht sicher, ob das wirklich so gut ist.
Leider betrifft ja so ein Crash bei den Banken oder Autoherstellern auch so eine Riesenkette von Zulieferern, dass es vll doch gut ist, die kranken Systeme zu stuetzen, damit es nicht so dolle ruckelt, sonst hauen sich am Ende die Leute gegenseitig die Köpfe ein.
Aber leider werden die Steuermilliarden dafuer an anderer Stelle gespart werden muessen und das bestimmt nicht in der Verwaltung oder bei der inneren Sicherheit oder bei der Datenerfassung, sondern eher im sozialen Bereich.
Hoffentlich kriegen wir vorher noch schnell die Schuldaecher repariert…denn keiner weiss, wann wir das naechstemal Gelegenheit dazu haben.
Wenn Sie ihre 2000 Euro in 2 Jahren auf den Punkt gut verwendet wissen wollen, spenden Sie sie einem gemeinnuetzigen Verein, der das Geld an die richtige Stelle, die Sie wollen, schieben kann.
Dann koennen Sie wahrscheinlich sogar den Fortgang beobachten und mitgestalten.
Der Gesetzgeber sagt ja, man kann bis zu 10% des Brutto pro Jahr einsetzen, also bis zu 10%, bei denen man wirklich beeinflussen kann, was damit passiert, vorrausgesetzt man macht eine Steuererklaerung.
Natuerlich muss man auch bei Vereinen auf die Groesse und Arbeitsweise achten, denn es gibt schon grosse Unterschiede, wieviel von Ihrem Geld dann am Ende ankommt.
Es ist schade, dass die 2000 eben der Durchschnitt sind und Viele diese 2000 nicht haben, aber wenn man sie hat, kann man ja mal versuchen, seinen Idealismus ein bisschen auszuleben ;).
Mit freundliche Gruessen aus Berlin
Marlen
Hallo,
schon als kleiner Junge habe ich tote Kaninchen nicht mehr gefüttert.
Die Desinformation, unser Wirtschaftssystem befinde sich in einer Krise,entspricht der Behauptung,die Dinosaurier seien vom Aussterben bedroht … oder könnte es tatsächlich sein,daß auch ein toter Dinosaurier noch vom Aussterben bedroht ist.
Ist übrigens Leichenfledderei nicht strafbar wie eigentlich in diesem Zusammenhang vieles andere auch ?
Sehr geehrter Herr Firley,
Was soll die Unterstützung der Autoindustrie? Audi gibt 10 Jahre Garantie auf Durchrostung. Nach 9 Jahren soll das Auto nun verschrottet werden. Die jetzt auf Halde stehenden Autos, die doch wohl zuerst verkauft werden, entsprechen nicht dem neuesten Stand bezüglich des Umweltschutzes. Das Geld, das für die verschrotteten Autos bezahlt wird ist wertlos, das heißt es ist kein Gegenwert vorhanden und die Folge davon ist, dass die Inflation angeheizt wird.
Dadurch wird natürlich der Schuldenabbau des Staates erleichtert. Aber die Löhne und das Kurzarbeitergeld, das die Beschäftigten bekommen hat eben keinen inneren Wert. Im Übrigen könnten eine Menge Arbeitsplätze dadurch geschaffen werden, dass die Altautos nicht in die Schrottpresse kommen, sondern von Hand demontiert werden. Ander könnten dann die Teile wieder zusammenbauen.
Dabei könnten natürlich auch Verbesserungen vorgenommen werden. Diese Art der Wiederaufarbeitung würde nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch Rohstoffe (Stahl, Kupfer usw. und Energie sparen. Nicht auszudenken, wieviel CO 2 dabei eingespart werden könnte. Verrückt oder zynisch, wie Sie wollen, aber es ist nicht möglich auf unserer begrenzten Welt jedes Jahr den Umsatz um 10% und den Gewinn um 25% zu steigern. Wir werden lernen müssen, mit dem zu leben was wir haben und gegebenenfalls mit Hilfe der Sonnenenergie schaffen können. Nur von dort kommt Wachstum. Alles andere ist eine auf Kurzsichtigkeit beruhende Täuschung.
mit freundlichen Grüßen
Walter Wiesmath aus dem Allgaeu.
Hallo Herr Firly,
Ihren Vorschlag halte ich für ausgesprochen dumm. Warum soll ich 2 Jahre lang Dinge kaufen, die ich nicht benötige und das auch noch mit Geld, das ich nicht übrig habe. Schon jetzt habe ich die ganze Zeit Dinge gekauft, die ich eigentlich nicht benötige und mein Arzt sagt mir, ich solle weniger essen um gesund zu bleiben.
Die ganze Finanzmisere ist doch dadurch entstanden, dass Geld zu billig war und deshalb Dinge erworben wurden, die man sich nicht leisten konnte, Banken bereit waren es einem zu geben ohne sicher zu sein, es je wieder zurück zu bekommen. Nicht nur Amerikaner, auch Bundesrepublikaner haben über eine Generation mehr ausgegeben als erwirtschaftet. Wenn unsere Politiker nicht lernen, mit dem auszukommen, was von einer Volkswirtschaft erwirtschaftet wird, wird unser “Wohlstand” weiter von unseren Kindern und Enkeln bezahlt werden müssen - oder/und es trifft unser “Erspartes” - soweit etwas vorhanden ist mit der 3. Inflation in 100 Jahren. Das scheint doch die einzige Möglichkeit zu sein, die Staatsschulden zurückzuzahlen, einen Strich zu ziehen und nochmal von vorne anzufangen.
Warum soll man eine Rezession in einem freien Markt nicht ihre Arbeit machen lassen: Unfähige Unternehmer und unwirtschaftliche Unternehmen vom Markt verschwinden zu lassen.
Alle Konjunkturpakete dienen doch nur dazu, diesen Prozess zu verlängern. Unfähige Bänker mit ihren Banken werden mit Steuergeldern länger am Leben gehalten und - das ist das Übelste - gesunde Banken/Firmen werden dadurch geschädigt. Bänker, die gezeigt haben, dass sie mit Geld nicht umgehen können, erhalten noch mehr Geld. Das würde ich nicht mal bei meinen eigenen Kindern machen.
Warum sollen Autohersteller subventioniert werden, obwohl jeder weiß, dass zu viele und teilweise auch die falschen Autos produziert werden. Statt Abwrakprämien zu bezahlen, könnte man auch zusätzliche Krankenschwestern oder Lehrer bezahlen: Das sind doch auch Arbeitsplätze.
In einem freien Markt wandert Geld immer dort hin, wo es am besten verdient. Jedes Konjunkturpaket verhindert dies und lenkt unsere Steuern in die falschen Hände.
Uns kann nur helfen, unsere Ansprüche zurückzuschrauben und lernen mit weniger auszukommen. Wenn die Konjunktur um 5 % zurückgeht, müssen wir halt unsere Ansprüche um 5 % verringern. Bei uns müsste deshalb niemand verhungern!
Mit freundlichen Grüßen
Walter Kühn
Hallo Herr Firley,
neue Ideen braucht das Land! Ich bin auch kein Freund davon, dass der Staat meint mit unseren Steuergeldern besser wirtschaften zu können, als der Einzelne selbst. Nun habe ich Ihre Idee so verstanden, dass jeder Erwerbstätigt TEUR 2 zusätzlich konsumieren soll - als Beitrag um die Wirtschaft zu stützen. Der Staat wäre entlastet.
Interessant, doch sehe ich bei Ihrer Idee die folgende Schwierigkeiten:
1. Das Erhebungsproblem: Wie lässt sich nachvollziehen, dass jemand etwas konsumiert, was er sonst nicht konsumiert hätte - also hoffen bangen warten -
2. Das Auswahlproblem: Wie läßt sich nochvollziehen, dass es ein “Extrakonsum” ist (ehrlich gesagt, mir fiele das schwer: Urlaub, mangels Zeit; technisches Equipment habe ich schon; vielleicht mehr Kleidung, da bräuchte ich dann auch noch einen weiteren Kleiderschrank… oder eine weitere teuere Uhr? bekommt man ja garnicht für schlappe 2.000 ;-))
3. Ansporn: Die redliche Neigung seinen Beitrag um weitere EUR 1.000 pro Jahr zu steigern ohne payback, müsste breit vorhanden sein, wobei einige vielleicht auch an finanzielle Grenzen stoßen.
4. Finanzspritze für den heimischen Markt: Wie erreicht man eine Verwendung des Zusatzkonsums ausschließlich im Zauberwort (äh Binnenmarkt)?
Dennoch hat Ihr Vorschlag etwas, denn er spricht die Erwerbstätigen an, die unser Land stützen. Egal ob hochbezahlter Manager oder ungelernter Arbeiter; jeder bringt heute schon seinen Beitrag und genau diesen Menschen muss man mal etwas zurückgeben; getreu dem Motto, dass sich Leistung auszahlt. Denn wenn man den vermeintlich Leistungsschwachen ihre “Schwäche” stets ausreichend gut bezahlt, gibt es für diese keinen Ansporn daran etwas zu ändern. Tatsächlich ist dies unsozialer, als etwas mehr Anstrengungen zu fordern! (schwieriges Thema).
Zurück zum Thema: Wie wäre es also mit einem staatlich finanzierten “Konsumförderbetrag” den der Staat den Erwerbstätigen gutschreibt; bspw. als Ermäßigung auf die Steuerlast, aber unmittelbar wirksam, indem zum Beispiel in den nächsten 2 Jahren monatlich ca. EUR 100 der Lohnsteuer nicht an das Finanzamt abgeführt wird, sondern dem Erwerbstätigen zum Konsum ausgezahlt/ überlassen wird. Bei Selbständigen würde dies analog bedeuten, dass die Einkommensteuervorauszahlungen um einen entsprechenden Betrag verringert werden dürften.
Aktuell muss der Erwerbstätige ca. EUR 14.000 verdienen um EUR 1.200 Steuern p.a. zu zahlen.
Auch hier stellen sich vergleichbare Probleme wie oben genannt; insbesondere das der Verwendung im Binnenmarkt. Allerdings, wirkt ein gewisses VWL-Vertrauen, denn je geringer das Einkommen, desto höher die Konsumneigung und die Deckung des Grundbedarfs - daher schätze ich dies als wirkungsvoll ein. Ferner ist der Vorteil, dass Konsumzurückhaltung aufgrund von Zukunftsangst gebremst wird und der Konsum an sich vermutlich breiter gestreut wird, als dies durch Staatskonsum möglich ist. Denn die Folge von sektoralen Preisteigerungen durch Staatsnachfrage kennt man ja…
Der Staat hat den Vorteil, dass er die Umsatzsteuer aus dem Konsum für EUR 1.200p.a. (ca. EUR 191,6) erhält.
Bleiben Arbeitsplätze erhalten, spart der Staat Transferleistungen (schwer zu beziffern). Wirkten sich die netto EUR 1.008,4 p.a. in Dtl. aus, muss jemand darauf Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer bezahlen, d.h. ca 29% im Durschnitt also EUR 292,4. Der Staat gibt also nur EUR 716 p.a. aus; dies sind dann bei 40 Mio Erwerbstätigen ca. EUR 28,6 Mrd. p.a., das sind ungefähr 60% des jählichen Zinsdienstes oder 35% der Steuerzuschüsse in die Rentenkasse oder etwa 70% der Zuschüsse für arbeitsfördernde Maßnahmen, die jeweils im Bundeshaushalt veranschlagt sind. Sollten einige Erwerbstätige das Geld dann doch lieber sparen, zahlen Sie ca. 29% Abgeltungssteuer (ink. SolZ und KiSt) auf die Erträge daraus (kleines Trostpflaster), aber irgendwann wird auch dieses Geld konsumiert oder es liegt halt bei einer Bank, die ja dringend Liquidität zum Arbeiten brauchen.
Fazit: EUR 1.200 pro Jahr pro Erwerbstätigen haben einen Effekt von EUR 48 Mrd. p.a., tatsächlich muss der Staat aber nur EUR 28,6 Mrd. aufwenden. Ist doch ein ganz guter Hebel, oder?! Teure Kontrollmaßnahmen sind m.E. nicht nötig.
Meinet wegen könnte man auch für Gehälter über EUR 250.000 den Betrag von EUR 1.200 abschmelzen oder entfallen lassen, da es da eh nicht mehr ins Gewicht fällt. Hier könnte man vielleicht andere steuerliche Investitionsanreize setzen und wenn es nur ein erhöhter Spendenabzug für Förderprojekte wie Bildung oder dergleichen wäre…
Nunja, solche Gedanken kann man ewig weiter entwickeln - hoffe unsere Politiker sind mal etwas kreativer und denken nicht nur daran die Leistungswilligen im Lande zu schröpfen, um den Wehklagenden zu geben - Die großen Disharmonien im Land sieht man sowieso am besten, wenn man sich mal den Bundeshaushalt anschaut und staunt, wo das Geld verprasst wird. Frage mich warum man da mal nicht rangeht und betriebswirtschaftlich den Staatshaushalt verschlankt - da würde sicher die ein oder andere Mrd. rausspringen!
Mit freundlichen Grüßen
Cornelius T.
Guten Tag Herr Firley,
Ihre Einschätzungen sind perfekt und treffen auf meine Zustimmung. Wirklich sehr gut dass es die Leser auf Ihrer Seite in Erfahrung bringen können!
Leider sind Sie nur ca. 80 Mio. Leser von einer Veränderung entfernt und nur 40 Mio. die bereit wären auch nur einen Cent wirklich einzuzahlen…
nochmal nachrechnen:
40.000.000 x 2.000,- (?) = ein wahrer Anfang!
80.000.000 x Courage = eine wahre Veränderung!
mit Respekt und
freundlichem Gruss
Christian Vogel
Zum Thema “Staatliche Eingriffe” sind mir zwei sehr schöne Aphorismen über den Weg gelaufen … man beachte insbesondere wann diese entstanden sein müssen …
Ich glaube, daß der Staat überall über das Ziel hinausgeschossen ist. Der Staat hat seinen Einfluß auf zu viele Gebiete ausgedehnt.
James Buchanan, (1791 - 1868), US-amerikanischer demokratischer Politiker und Rechtsanwalt, 15. Präsident der USA
Der Staat ist eine Anstalt zum Schutz, nicht zur Versorgung. Helfen sollen die einzelnen. Was der Staat den Verhungernden gibt, muß er den Hungernden nehmen
Franz Grillparzer, (1791 - 1872), Wiener Hofkonzipist und Burgtheaterdichter
best regards
Thomas Weitzel
Wenn die 80 Mrd. für die von der jetzigen Krise am schlimmsten Betroffenen aufgeteilt würden und zwar in neu zu bauende Wohnungen, z.B. für 800.000 Familien zu je 100.000 € oder für 400.000 Familien zu je 200.000 €. Wichtig ist dass diese dann bis auf die Nebenkosten mietfrei wohnen. Der Effekt wäre für die beauftragten Firmen enorm und würde die in ihren Stellungen Verbliebenen mit Aufträgen versorgen. Die neuen Wohnungsbesitzer würden die gesparte Miete in Konsum investieren ujnd der Anfang eines neuen Aufschwungs wäre gemacht. - Natürlich wäre das Problem der Abwägung, wer die Vergünstigung bekäme. Doch die Weisheit unserer Bürokraten wird das gewissenhaft herausfinden, schließlich haben die ja noch ihre Wohnungen und Posten.
Lieber Herr Firley,
Wir sollten uns in Bezug auf die Verteilung der Wirtschaftshilfen/Konjunkturpakete an die zeit nach dem 2. Weltkrieg erinnern.
Da wurde ein KfW gegründed die von kompetenten und verantwortungsbewußten Bankiers geführt wurde
Die KfW stellte den durchleitenden Hausbanken die Kredite zur Verfügung nachdem die Kreditwürdigkeit geprüft und positiv bewertet war.
Das Modell existiert heute noch im Rahmen der KfW Geschäftstätigkeit.
Ob es in der KfW kompetente und verantwortungsbewußte Bankiers gibt kann ich nicht beurteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Wolf
Die Idee mit dem Ausgeben von 2000,00 Euro kann man noch erweitern, denn es gibt auch viele gutsituierte Rentner und Pensionäre., die sich das leisten können. Dann käme man auf eine noch bessere Bilanzsumme für das Ankurbeln der Konjunktur.
Sehr interessanter Vorschlag! Da nicht jeder die 2000 € zusätzlich ausgeben könnte, sollte jeder die 2000 € vom Staat bekommen, z. B. per Gutschein mit Verfallsdatum 31.12.2010, wobei best. Zwecke ausgeschlossen werden könnten (Wiederanlage, Ausland, Porno etc.).
Herr Firley,
vor meinem geistigen Auge sehe ich die jetzige Zeit als Spaetkapitalistisch, sicher es kann noch etwas spaetkapitalistischer werden, bevor wir entweder einen Metamorphose aehnlichen Sprung erleben, sei das in die Steinzeit oder in ein ideales gesellschaftliches Gefuege.
Seien wir mal positiv in heutigen Wirren
Herzliche Gruesse aus Shanghai, China
Lothar Wolf
Ja, also vom Staat 2.000 € für jeden - dann nimmt der Vorschlag schon ganz andere Wesensmerkmale an. Stimmt schon, die 2.000 € müsste ja auch erst jeder private HH im Jahr übrig haben. Was sagt denn die Statistik dazu, wie viele das hätten? Wieviele Bundesbürger könnten sich das nach Abzug aller laufenden Kosten zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen in den privaten Haushalten wirklich leisten, 2.000 € ausschließlich für Dienstleistungen und Güter made in Germany auszugeben? Aber Risiko: Gegner dieser protektionistischen Konjunkturbelebungsidee könnten sich zu Wort melden und dann beleidigt über die bösen Deutschen schimpfen, z.B. so: “wenn die elitären Deutschen das so machen wollen, dann kaufen wir, die Franzosen unseren Wein auch bald nicht mehr von den Badensern ab” und “wir Italiener essen dann nur noch Spagetthi zum Mittag, zum Frühstück und Abendessen - dann ist nichts mehr mit Mars-Deutschland und Haribo-Deutschland zwischendurch in Italien zwischendurch” - Schluck - Mit diesen Folgenebenwirkungen haben wir aber erst mal ein Problem, weil Boykott des Welthandelssystems und damit Einleuten der Exportbremse auch für Deutschland. Kann unser Mehr in der Binnenkonjunktur das Weniger im Aussenhandel denn auch wirklich kompensieren? Mein Bauchgefühl sagt mir: Nee, da mache ich nicht mit. Finde ich nicht gut.
Und wie ist es mal mit innovativen und nützlichen Dienstleistungen made in Germany? Also nicht nur nach dem Vorbild: Schuheputzen für 5 €, sondern z.B. intensivere Altenbetreuung derer, die es nötig haben, als Job für jetzt arbeitslose Manager, die das nach Zivildienst auch könnten und aus ihren Sparvermögen leben könnten. Dafür Sozialabgaben auf x% für die Durchschnittsverdiener senken.
Hallo Her Firley, nachträglich zu Ihrer Frage mein Hinweis auf http://www.humane-wirtschaft.de von Jürgen Kremer, Ausgabe Jan/Febr 2009.
Die derzeitigen Probleme sind in Fehlern der Volkswirtschaftslehre begründet, die von den heute Handelnden nicht erkannt wurden oder bewusst ausgenutzt werden. Will man die Ursachen einer aus dem Ruder gelaufenen Weltvolkswirtschaft korrigieren, dann muss man an den Quellen für ansetzen, sonst erhöht man nur den Deich bis er wieder bricht.