Liebe Leser,
die 10.000er Marke im Dow Jones möchte ich nicht ad acta legen. Nein, lieber Leser, ich habe heute Vormittag nichts getrunken und Sie haben sich auch nicht verlesen.

Der Dow-Jones-Chart sieht zwar alles andere als verlockend aus, aber wir dürfen die Wahl zum US-Präsidenten nicht vergessen. Laut Umfragen liegt Obama vorne. Allerdings ist zu erwarten, dass McCain sicherlich noch ein paar Trümpfe in der Hand hält. Vermutlich werden diese Trümpfe aber weniger seine eigene Eignung als Präsidenten hervorheben. Vielmehr dürften diese „Trümpfe” weitere Angriffe auf seinen Kontrahenten sein.
We can
Wie dem auch sei. Nach der US-Wahl wird erst einmal alles besser aussehen. „Wir haben viel zu tun, aber wir werden es schaffen. We can!” dürfte die Devise lauten. Vielleicht wird dadurch auch ein bisschen Börseneuphorie bis Jahresende nachklingen. Aber dann…
Dann wird sich zeigen, wie stark sich die globale Finanzkrise noch auswirken wird - und bereits ausgewirkt hat. Denn: Börse ist Zukunft. Und durch die Finanzkrise sind zahlreiche (eher Unmengen) Investitionen in jeglichen Bereichen eben nicht getätigt worden. Und so wie die Schieflagen einzelner Banken einen Domino-Effekt ausgelöst haben, werden die fehlenden Investitionen einen solchen Effekt auf die gesamte Wirtschaft zur Folge haben.
Rezession eingepreist?
Sie lesen die folgende Frage bereits an zahlreichen Stellen im Internet: „Ist die Rezession bereits eingepreist?“.
Alleine die Vorwegnahme der Rezession, alleine die Daseinsberechtigung dieser Frage an sich zeigt mir, dass wir in den nächsten Monaten mit schwierigen Märkten, mithin einer schwierigen Börse zu kämpfen haben - auch wenn der Dow Jones am Jahresende über der 10.000 liegen sollte. „Eingepreist” würde ja bedeuten, dass die Börse bereits jetzt ihren Boden gefunden habe…
Ich denke, dass bei (sehr) wenigen Aktien bereits eine gewisse „Schwäche” eingepreist ist. Allerdings würde ich eine marktbreite „Einpreisung” nicht unterschreiben wollen.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley