Liebe Leser,
wie Sie sich vielleicht nach meinem Beitrag vom Montag „Chaos auf Rollschuhen“ denken können, bin ich zurzeit leicht im Stress – Arztbesuche und Autokauf fressen eben Zeit. Paulas Zustand (39,4 Grad Fieber am Sonntag / Montag) hat sich übrigens wieder stabilisiert, herzlichen Danke für die Nachfrage.
Daneben wird das Newsletter-System des Investor-Verlags umgestellt. Und da ich redaktioneller Ansprechpartner für alle Newsletter-Redakteure bin, ist meine Hauptbeschäftigung momentan zu telefonieren und E-Mails auszutauschen.
Dazu wird die Geldanlage-Strategie ab nächster Woche erheblich erweitert, aber das ist noch ein kleines Geheimnis. Warten Sie also einfach noch ein paar Tage ab, Sie werden die Neuerungen logischerweise als Erster erfahren. Ich möchte den Tag nicht vor dem Abend loben, doch bin ich mir sicher: Das wird eine tolle Sache.
Ach so, und Börse gibt es ja auch noch.
Einen guten Überblick über die Gesamtlage liefert aktuell der markbreite US-Index S&P 500, der die 500 größten börsennotierten Aktiengesellschaften zusammenfasst.
Sie sehen es selbst: Jetzt ist die Phase der Entscheidungen. Kaufen, Positionen aufstocken oder gar verkaufen? Das ist hier die große Frage… Aber der Reihe nach:
Charttechnisch löst sich diese Frage nämlich recht schnell auf. Ich gehe mal davon aus, dass Sie erste Positionen, wie von mir propagiert, bereits in den letzten Wochen und Wochen eingegangen sind.
Der breite Gesamtmarkt (für den der S&P als Grundlage gerne herangezogen wird) zeigt momentan genau eines: Unentschlossenheit.
Zwar konnte der S&P seit Mitte März gut 10% hinzugewinnen, verletzte aber in der letzten Woche sowohl seinen (recht) steilen, hellblauen Aufwärtstrend, als auch den internen rot gestrichelten Trendkanal.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der grüne Oktober 2007-Abwärtstrend, an dem sich der S&P gerade entlang schlängelt. Daraus ergeben sich folgende „Etappen“:
Falls Sie an weitere Engagements denken:
Zunächst einmal sollte der S&P die grüne Abwärtstrendlinie nach oben durchbrechen. Das ist die Pflicht.
Danach wäre der Wiedereintritt in den roten Trendkanal das nächste bullishe Zeichen. Das wäre die Kür.
Ob dem S&P dann auch noch das Schaulaufen gelingen sollte, also die langfristige Rückeroberung der hellblauen Linie, ist mehr als fraglich. Diese Linie weist eine Steigung bzw. jährliche Rendite von 53% auf…
Fazit: Engagements würde ich zurückstellen, solange der S&P die 1.400er Marke nicht geknackt hat. Noch „sicherer“ wäre ein Abwarten auf den Durchbruch es 256-Tage-GD (rote Kurve im Chart).
Das bedeutet aber auch: Jetzt ist wieder einmal die Zeit für Analysen und Aktienauswahl. Stellen Sie ein paar Wenn-Dann-Analysen auf. Hierfür böten sich insbesondere auch kleinere Nebenwerte aus dem deutschen SDax an.
Hier finden Sie nämlich unter anderem auch einige mögliche, vor dem Turnaround stehende „Falling Angels“ und auch einige interessante trendfolgende Werte.
Morgen mehr hierzu.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley



[...] PS: Lassen Sie sich durch die fallenden Börsen heute nicht verrückt machen, noch ist alles in der Spur. Lesen Sie hierzu bei Interesse meinen Beitrag S&P 500 Charttechnik & Timing [...]