Weltregierungen platzieren Billionen in diese Industrie

Von

Die Hälfte der Welt-Bevölkerung - mehr als 3 Milliarden Menschen - lebt in Städten.

Es wird erwartet, dass die globale Bevölkerung durchschnittlich 1,6 % pro Jahr wächst und somit 8,3 Milliarden Menschen bis 2030 erreichen wird. Der grösste Teil dieses Wachstums wird in den Städten zu verzeichnen sein. Bis 2030 werden 5 Milliarden Menschen in Stadtgebieten leben.

Momentan hat die Welt nicht die richtige Infrastruktur, um 2 Milliarden zusätzliche Bewohner adäquat zu versorgen. Sogar die am höchsten entwickelten Staaten haben einen Infrastruktur-Mangel.

Nehmen Sie zum Beispiel die Vereinigten Staaten…

Hier gibt es unendliche Verkehrsstaus. Das US-Transport-Ministerium schätzt, dass die Verkehrsstauung das Transport-System jedes Jahr 200 Milliarden $ kostet. Durch Straßenverkehrsstaus werden 3,7 Milliarden Stunden Reisezeit und 2,3 Milliarden Gallonen Benzin jährlich vergeudet.

Wenn die Vereinigten Staaten (mit einem sehr gut entwickelten Highway-System…) aber schon solche Kosten haben, stellen Sie sich mal vor, wie die Infrastruktur in vielen Entwicklungsnationen aussieht. Zum Beispiel wies der “Economist” kürzlich darauf hin, dass Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo mit ungefähr 15 Millionen Einwohnern kein funktionierendes Abwassersystem hat.

Wir wissen also, dass die Welt neue Brücken, Autobahnen, Stromleitungen, Wasserleitungen und verschiedene anderen Typen an Infrastruktur braucht.

Gemäß Booz Allen Hamilton (ein erstklassiges Beratungsunternehmen) wird die Welt bis 2030 ca. 41 Billionen Dollar für Infrastruktur ausgeben.

Die Welt steht zurzeit vor einem massiven Zyklus für Infrastruktur-Ausgaben. Jetzt könnte sich dasselbe Muster in der globalen Infrastruktur entwickeln, die sich bei Immobilien im Laufe der letzten 25 Jahre entwickelte…

Anfang der 1980er Jahre hatten Immobilien-Investmentgesellschaften (REITs) zusammengenommen eine Marktkapitalisierung von 20 Milliarden $. Heute haben REITs eine Marktkapitalisierung von mehr als 300 Milliarden $.

Es gibt viele Möglichkeiten, um in Infrastruktur zu investieren. Sie können sich zum Beispiel den Zementhersteller Cemex anschauen oder den Stahlerzeuger Arcelor Mittal oder auch den Baudienstleister Foster Wheeler.

Diese Gesellschaften und andere Produzenten werden profitieren, wenn sich der globale Infrastruktur-Boom ausbreitet… Aber was geschieht, wenn der Gebäudebau beendet ist, die Rohstoffpreise explodieren und ein riesiges Angebot auf dem Markt wartet? Die Nachfrage wird sich verlangsamen und die Preise fallen.

Daher sollten Langfristinvestoren einen möglichen Infrastruktur-Boom genau im Auge behalten, um später nicht den dasselbe Leid ertragen zu müssen, das die Immobilien-Aktien-Anleger in den letzten Jahren durchmachen mussten.

Good Investing

Sean Goldsmith

Aktien USA

28.03.08 | Ein Kommentar

Ähnliche Beiträge

Ein Kommentar

Kommentar abgeben

Freundlich bleiben. Beim Thema bleiben. Nicht spammen.

:

:


« So wenden Sie Gleitende Durchschnitte in der Praxis an
» Charttechnik im Einsatz